Küchen-Smalltalk: Felix Weiss über Küchen Weiss in Dallgow-Döberitz!
Seit 35 Jahren hilft „Küchen Weiss“ Familien im Havelland dabei, die eigene Traumküche zu finden, sie aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Im Unternehmen hat der Generationswechsel funktioniert. Sohn Felix Weiss hat das Geschäft von Vater Peter übernommen. Mit ihm sprachen wir über die erste und die letzte Küche, über moderne Geräte, über kochende Männer und über die Freude, sich nicht mehr bücken zu müssen. (ANZEIGE)
Felix Weiss (38) hat das Küchenstudio „Küchen Weiss“ übernommen und es damit in die nächste Generation getragen. Wir trafen den jungen Firmenchef zu einem kurzweiligen Interview, bei dem es von Anfang bis Ende nur um das Thema Küchen ging.
Zunächst einmal: Wie gut hat der Generationswechsel im Unternehmen funktioniert?
Felix Weiss: „Das hat sehr gut funktioniert. Viele kleine Unternehmen gerade im Havelland schließen ja für immer, weil es dem Gründer eben nicht möglich ist, einen Nachfolger zu finden, der die Firma weiterführt. Bei uns hat das sehr gut geklappt. Umso mehr, als dass der Betrieb weiterhin in der Familie bleibt. Wir haben nur von der Peter Weiss GmbH zur Felix Weiss GmbH umfirmiert. Ich habe auch das Logo und Erscheinungsbild der Firma etwas verändert, damit man eine neue Handschrift schon von außen erkennen kann. Das neue Corporate Design lehnt sich mit viel Anthrazit und Weiß und nur noch wenig Rot auch mehr an unseren Einkaufsverband ‚musterhaus küchen‘ an.
Ansonsten bleibt alles, wie es ist. Meine Schwester Marie bleibt die Assistentin der Geschäftsführung und arbeitet nun aber mit mir zusammen. Auch unsere 18 Mitarbeiter bleiben natürlich weiterhin an Bord.
Das Wichtigste für mich: Mein Vater bleibt der Firma als Verkäufer mit all seiner Erfahrung erhalten. Die Kunden bekommen also momentan so viel Weiss wie noch nie zuvor: Mein Vater, meine Schwester und ich arbeiten nun im Team.
Ich habe übrigens nach der Schule erst einmal meinen eigenen Weg eingeschlagen. Ich habe meine Ausbildung bei einem großen Küchenmöbelhersteller gemacht und dann lange im Außendienst für einen Küchenvertrieb gearbeitet. In dieser Position habe ich sogar meinem eigenen Vater seine Küchen verkauft, er war mein Kunde. Das war eine gute Schule für mich, um Erfahrungen im Geschäft zu sammeln und einen Blick von außen auf unser Familiengeschäft zu bekommen.“
Am Standort von „Küchen Weiss“ im Artilleriepark an der Dallgower B5 gibt es einen Showroom mit mehreren Küchen, die man sich anschauen kann. Wird sich hier auch etwas ändern?
Felix Weiss: „Zum Jahreswechsel werden wir einen Teil der Ausstellung umbauen. Wir gehen mit dem Trend und zeigen von der Design-Sprache her noch modernere Küchen. Wir legen in der Präsentation auch noch einmal eine Schippe drauf und zeigen Besonderheiten wie etwa einen schönen Weinkühler, breitere Einbaugeräte oder auch einmal eine Hauswirtschaftsraumlösung.“
Man sieht es ja immer wieder: Die meisten Menschen investieren nur alle 20 bis 30 Jahre in eine neue Küche. Ein Auto wird häufiger erneuert. Woher kommt das?
Felix Weiss: „Man muss feststellen, dass die deutsche Küchenmöbelindustrie einen fantastischen Job macht. Küchenmöbel halten einfach deutlich länger als Wohn- oder Schlafzimmermöbel. Die Qualität ist unglaublich hoch. Und das, obwohl wir die Küchenmöbel im Alltag deutlich häufiger und intensiver nutzen als alle anderen Möbel. Man muss nur einmal daran denken, wie oft man am Tag einen Küchenschrank öffnet, um Teller oder Tassen herauszunehmen. Bei den Spülmaschinen oder Kühlschränken ist das anders. Die halten leider nicht mehr so lange wie früher.“
In den 20 bis 30 Jahren, die zwischen zwei Küchengenerationen liegen, hat sich die Technik enorm weiterentwickelt. Wird eine Küchenberatung für manche Kunden da nicht zum Kulturschock?
Felix Weiss: „Absolut. Deswegen lohnt es sich, unsere Ausstellungsräume zu besuchen, um selbst einmal in Augenschein zu nehmen, was heute inzwischen alles möglich und machbar ist. Wir haben aktuell 20 Musterküchen bei uns zu stehen. Hinzu kommt noch einmal unsere Siemens Kochschule, in der weitere acht Backöfen und Garer zu besichtigen sind.
Krass sind inzwischen Backöfen, die mit einer Künstlichen Intelligenz ausgestattet sind. Sie arbeiten etwa mit einer Gerichtserkennung. Das Gerät erkennt hier also von selbst, dass eine Tiefkühlpizza in den Ofen geschoben wird und erkundigt sich im bunten TFT-Display, welchen Bräunungsgrad sich der Anwender wünscht. Man stellt keine Temperaturen und Backzeiten mehr ein, sondern drückt nur noch auf Start.
Ein weiterer Punkt ist der: Viele Kunden wünschen sich eine offene Küche, die direkt in das Esszimmer übergeht. Da stört eine Dunstabzugshaube sehr. Inzwischen gibt es Dunstabzugssysteme von Firmen wie Bora, Miele oder Siemens, die direkt in das Kochfeld eingebunden sind und die einfach fantastisch funktionieren. Das ist ein echter Mehrwert, weil die Gerüche vom Kochen sich auf diese Weise nicht mehr durchs ganze Haus ausbreiten.
Es gibt so viele kleine Stellgrößen, die die Aufenthaltsqualität in der Küche verbessern und den Nutzern ein Schmunzeln der Zufriedenheit ins Gesicht zaubern. Man denke da nur an die modernen Wasserhähne, die alles können. Man kann kochendes Wasser für einen Tee direkt aus dem Hahn zapfen oder aber nach Wunsch Leitungswasser aufsprudeln lassen.
Wir müssen hier auch über moderne Kühlschränke sprechen, die mit Temperaturbereichen nahe der Null-Grad-Grenze arbeiten, um auf diese Weise Obst und Gemüse bis zu drei Mal länger haltbar machen. Da geht es auch um das Thema Nachhaltigkeit. Gleichzeitig sind die Technikgeräte heutzutage sparsamer und effizienter im Energieverbrauch.
Im Technikbereich tut sich natürlich sehr viel bereits von einem Jahr auf das nächste. Wer sich aber zwanzig Jahre oder länger nicht mehr mit dem Thema Küche beschäftigt hat, der bekommt tatsächlich einen echten Kulturschock.“
Bekommen wir bei den Kühlschränken langsam amerikanische Verhältnisse? Dort sind die Kühlschränke ja riesig.
Felix Weiss: „Der Trend führt hier tatsächlich zu größeren Geräten. Lange war bei 1,80 Meter Höhe Schluss. Jetzt gibt es bereits Geräte, die sind bis zu 1,95 Meter hoch. Und die ganze Branche verlässt langsam das klassische 60er Breitenraster und bietet erste Geräte an, die 75 Zentimeter breit sind – und das nicht nur bei Kühlschränken, die einzeln stehen, sondern im ganz normalen Einbaubereich.“
In Falkensee, in Elstal und auch in Nauen wird extrem gebaut. Hier entstehen hunderte Mietwohnungen, in die junge Familien einziehen werden, die natürlich alle eine erste Küche benötigen. Gibt es bei euch so eine typische Einsteigerküche?
Felix Weiss: „Ja, natürlich können wir auch für ein kleines Budget eine allererste Küche zusammenstellen, sie liefern und aufbauen. Tatsächlich haben wir aus unserer Firmengeschichte heraus beste Verbindungen zur Branche und können so auch mit Tempo auftrumpfen. Läuft alles glatt, können wir eine Küche ab Bestellung innerhalb von 12 Werktagen bekommen.
In diesem Bereich ist das schwedische Möbelhaus mit den vier Buchstaben natürlich für viele junge Familien der allererste Anlaufpunkt. Wir sind aber absolut konkurrenzfähig, da wir stets eine Komplettlösung anbieten. Das bedeutet, dass die Lieferung und die Montage bereits inklusive sind. Man muss sich also nicht mit einem Faltplan hinsetzen und überlegen, wo welches Brett angeschraubt werden muss. Wir lassen niemanden allein, nehmen ein Feinmaß vor der Bestellung auf und bauen die Küchen am Ende passgenau ein.“
Jetzt sind zwanzig Jahre vergangen, ich brauche eine neue Küche. Was passiert eigentlich mit der alten?
Felix Weiss: „Gut, dass du das ansprichst. Tatsächlich sind unsere Kunden sehr froh, wenn wir ihre alte Küche ausbauen, abtransportieren und entsorgen, sodass sie nichts mehr damit zu tun haben. Wir helfen aber auch dabei, den alten Fliesenspiegel zu entfernen, eine Steckdose zu versetzen oder die Küche grundlegend zu renovieren. Hier arbeiten wir mit Partnerbetrieben aus dem Sanitär- oder Elektrobereich zusammen, auch Trockenbauer gehören dazu. Wir koordinieren das und bringen die Termine in die Reihe. Ein Gasanschluss wird heute übrigens gar nicht mehr benötigt, 99 Prozent aller Küchen kochen mit Induktion.
Bei der zweiten Küche geht es an erster Stelle immer um das Thema Komfort. Keine Drehtüren mehr, lieber Auszüge und Schubladen. Gerne auch ergonomische Features wie etwa ein hochgebauter Backofen oder Geschirrspüler, sodass man sich nicht mehr bücken muss.“
Was hat es eigentlich mit der „letzten Küche“ auf sich?
Felix Weiss: „Tatsächlich kommen Stammkunden irgendwann zu mir und möchten über die ‚letzte Küche‘ in ihrem Leben sprechen. Hier wollen sie es noch einmal richtig krachen lassen und es darf gern etwas teurer werden. An solchen Aufträgen haben wir viel Freude, denn nun können wir zeigen, was wir alles drauf haben. Das beginnt oft bei einer alternativen Arbeitsplatte aus schönen Steinen oder aus Keramik und geht hin bis zu einem zweiten Backofen, damit das Kochen komplexer Gerichte noch komfortabler funktioniert.“
Wer entscheidet bei Paaren eigentlich am Ende, wie die neue Küche aussieht?
Felix Weiss: „Eigentlich entscheidet immer der, der am Ende die meiste Zeit in der Küche verbringt. In den letzten Jahren haben hier die Männer deutlich aufgeholt. Sie haben das Kochen für sich entdeckt und legen großen Wert auf eine moderne Technik, die sie optimal unterstützt.
Am liebsten ist es mir persönlich immer, wenn beide Partner gemeinsam kochen. Denn ich finde, dass die Küche schon immer der Ort war, wo die ganze Familie zusammengekommen ist. Hier findet die Kommunikation statt. Die Küche ist in meinen Augen der wichtigste Ort im ganzen Haus.“ (Text/Fotos: CS)
Info: Küchen Weiss, Artilleriepark 1, 14624 Dallgow-Döberitz, Tel.: 03322-206591, www.kuechen-weiss.com
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
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