Das allererste Keksfestival im Falkenseer ASB Familiencafé: Volle Naschkraft voraus!
Corinna Pydde-Weber und Claudia Angelski hatten eine besondere Idee für die Vorweihnachtszeit in Falkensee: Sie riefen das Keksfestival aus und suchten im Vorfeld nach Großmüttern aus dem Kiez, die Spaß daran haben, im ASB Familiencafé Kekse nach alten Familienrezepten zu backen. Dabei sollte die „Brücke der Generationen“ geschlagen werden: Viele Kinder gingen den backenden Omis zur Hand und kümmerten sich um die Verzierung. Die Idee ist voll aufgegangen. Nach den gemeinsamen Anstrengungen gab es eine Menge zu naschen.
Corinna Pydde-Weber (49) möchte gern für neue Termine im Veranstaltungskalender vom ASB Familiencafé (www.asb-falkensee.de/familiencafe) im Falkenseer Falkenhorst sorgen. Eine Idee: Der Duft von frisch gebackenen Keksen könnte doch in der Vorweihnachtszeit durch das Familiencafé wehen. Ihre Vision war ein generationsübergreifendes Keksfestival, das tatsächlich genau so am 20. November zwischen 14 und 17 Uhr durchgeführt wurde. Bei der Planung und Realisierung stand ihr Claudia Angelski (46) von HerzenStark (www.herzenstark.de) zur Seite.
Corinna Pydde-Weber: „Für unser Keksfestival haben wir bereits im Vorfeld nach Großmüttern aus der Nachbarschaft gesucht, die ein tolles Familienrezept für Kekse kennen und auch Freude daran haben, es einmal außerhalb ihrer Familie zu präsentieren. Wir hätten uns auch gern einen Großvater am Backofen gewünscht. Aber bei der ersten Auflage unseres Keksfestivals hat sich noch kein Opi zu uns getraut. Wir hatten dafür aber vier Großmütter, die mit umgebundener Backschürze an den Start gegangen sind und die sich nach unserem Aufruf in den sozialen Netzwerken und auf den ausgehängten Plakaten bei uns beworben haben. Sie haben zur Veranstaltung Rezepte für Marzipanplätzchen, Kokosplätzchen, Mürbeteigkekse und Vanillekipferl mitgebracht. Bei den Keksen gab es also ordentlich Abwechslung.“
Beim allerersten Keksfestival sollte zwingend auch die „Brücke der Generationen“ geschlagen werden. Claudia Angelski: „Wir wollten unbedingt die Kinder mit an Bord holen. Denn was gibt es für Kinder Schöneres und Aufregenderes, als beim Backen ganz nah mit dabei zu sein? Wir haben deswegen viele Kinder aus dem Hort der Diesterweg-Grundschule eingeladen, die gehen alle in die erste Klasse, sind also um die sieben Jahre alt. Sie waren mit ihrer Erzieherin und mit einigen Müttern bei uns. Hinzu kamen noch einige Kinder aus der Nachbarschaft, die ganz spontan ins Familiencafé gekommen sind.“
Corinna Pydde-Weber: „Wir freuen uns sehr, dass unsere gemeinsame Idee so wunderbar angenommen wurde. Unser Wunsch, Generationen zusammenzubringen, Wissen weiterzugeben und an vergangene Geschichten zu erinnern, wurde mit viel Freude umgesetzt. Unsere Großmütter haben den Kindern auch gezeigt, wie das Plätzchenbacken funktioniert und was die wichtigsten Handgriffe sind. Am meisten hat mich persönlich begeistert, dass jede unserer Omis zu Beginn eine ganz persönliche Geschichte zu ihrem Keksrezept erzählen konnte. Das fand ich sehr berührend.“
Auch Oma Dagmar (74) konnte so eine Geschichte vortragen: „Wir haben früher als Kinder immer Oma-Firl-Kekse gebacken. Oma Firl hat bei uns im Haus gewohnt und immer alle Kinder zum Keksebacken eingeladen. 92 Jahre alt ist sie geworden – und inzwischen bereits verstorben. Wir haben versucht, ihr Keksrezept alleine nachzubacken, das war eigentlich ein einfacher Mürbeteig. Aber unsere Kekse schmeckten einfach nicht so wie die Oma-Firl-Kekse. Deswegen sind es jetzt Oma-Dagmar-Kekse.“
Das Prozedere beim ersten Keksfestival war ganz leicht zu durchschauen. Jede Großmutter hatte ihren eigenen Tisch. Hier setzte sie mit der Hilfe der Kinder ihren Teig an und rollte ihn aus. Die Kinder stachen die Plätzchen aus und legten sie vorsichtig aufs Backblech. War ein Backblech voll, kümmerten sich die Helferlein vor Ort darum, die Kekse in den vorgeheizten Ofen zu befördern – und bis zum perfekten Bräunungsgrad auf sie aufzupassen.
Die Kinder hatten anschließend die Aufgabe, sich um die Verzierung der Kekse zu kümmern. Auf einer großen Tafel genau in der Mitte zwischen den kleineren Tischen der Großmütter fanden die Kinder alles vor, was sie zum Verzieren der Kekse benötigten: Frisch angesetzten Zuckerguss in vielen Farben zum Streichen, bunte Streusel, essbare Kugeln und jede Menge tolles Dekomaterial. Gemeinsam machte das Verzieren natürlich gleich noch einmal so viel Spaß: Für die Kinder war das Keksfestival ganz bestimmt ein buttertriefendes Zucker-Spektakel, das sie so bald nicht mehr vergessen werden.
Corinna Pydde-Weber: „Wir sind sehr froh, dass uns so viele Menschen bei der Durchführung unseres kleinen Festivals unterstützt haben. Besonderer Dank gebührt Alexander Vujanov vom EDEKA-Markt im Wachtelfeld, der uns wirklich sämtliche Zutaten gespendet hat – vom Mehl über den Zucker und die Butter bis hin zu allen Zuckerperlen.“
Claudia Angelski: „Für alle Kinder, die beim Backen und Verzieren eine Pause gebraucht haben, haben wir im Familiencafé eine Kreativecke eingerichtet. Da lagen Vorlagen zum Ausmalen und Stifte aus. Das wurde auch sehr gut angenommen.“
Während der Stunden des Keksfestivals wurden eine Menge Kekse gebacken. Natürlich durften sich die Kinder viele Kekse mit nach Hause nehmen, um so auch noch am nächsten Tag etwas von ihrer besonderen Weihnachtsbäckerei zu haben.
Der Clou am Ende der Backarie: Jedes Kind und jeder Erwachsene durfte einmal reihum von den Keksen naschen, um auf diese Weise herauszufinden, welche wohl die leckersten waren. Zum Schluss konnten sich alle Besucher zwischen Oma Britta, Oma Dagmar, Oma Christel und Oma Kerstin entscheiden. Sie durften ihre(n) Favoriten auf einem Zettel markieren.
Corinna Pydde-Weber: „Am Ende gewann Oma Christel mit ihren Vanillekipferln – mit einer einzigen Stimme Vorsprung zur Zweitplatzierten. Wir gratulieren. Aber natürlich waren alle Kekse lecker.“
Das erste generationsübergreifende Backen hat gut funktioniert, wie geht es weiter? Corinna Pydde-Weber: „Das Keksfestival wollen wir im nächsten Jahr wiederholen, am liebsten mit noch mehr Back-Omis und vielleicht auch einem ersten Back-Opi. Wir würden aus der Veranstaltung gern ein Traditionsbacken machen.“
Claudia Angelski: „Kinder sind etwas Großartiges. Wir haben sie besonders gern mit unseren Großmüttern aus der Nachbarschaft zusammengebracht. Das passte perfekt zusammen. Auch wenn es für unsere Omis mitunter anstrengend war, so war der Event aber auch für sie etwas ganz Besonderes.“ (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
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