Tief geschürft und gut recherchiert: Wissenswertes über unsere Region im Falkenseer Heimatjahrbuch 2026!
Würde man all die Geschichten, Fakten, Anekdoten, Jahreszahlen und Fotos aus der jüngeren Geschichte von Falkensee und seiner Umgebung in einen großen Kessel werfen, ordentlich Feuer darunter anfachen und die Destille anwerfen, so würden dabei viele packende Artikel herauskommen, die viel zu lang für die Tageszeitung oder ein Monatsmagazin sind. Stattdessen werden sie regelmäßig im “Heimatjahrbuch für Falkensee und Umgebung” gebündelt. Die Ausgabe 2026 ist gerade neu erschienen.
Es gibt im Havelland zum Glück viele neugierige Hobby-Historiker, Fachleute und interessierte Bürger, die in ihrer Freizeit nur allzu gern in alten Unterlagen recherchieren, um das Wissen um unsere eigene Geschichte zwischen zwei Fingern festzuhalten, bevor es sich für immer verflüchtigt.
Seit vielen Jahren geben die “Freunde und Förderer von Museum und Galerie Falkensee e.V.” das “Heimatjahrbuch für Falkensee und Umgebung” heraus, das stets zur Jahreswende all die neuen Geschichten sammelt, die von den freien Autoren in den vorvergangenen Monaten zusammengestellt wurden. Das neue Buch für 2026, am 28. November der Öffentlichkeit vorgestellt, schlägt wieder einen weiten Bogen “zur Geschichte, Gegenwart und Identität unserer Stadt bzw. der Region”.
Im neuen Buch stecken einmal mehr viele spannende Geschichten. Dr. Gerd Kley forscht über den Tod des Ritters Johann von Hohenlohe am 24. Oktober 1412. Jürgen Wittwer schreibt über die Geschichte der Badestellen in Falkensee – er beginnt bei der Naturbadestelle und endet am Hallenbad. Wasser ist eh sehr wichtig für die Falkenseer – und so schreibt Manfred Eckert über Waldheim und seine Gräben. Gereon Legge zeichnet den Weg vom “Landhaus Waldtraut” zum Denkmal “Hexenhaus” nach. Und Rudolf Lepers fragt sich, wovon die Falkenseer eigentlich damals lebten, als der Ort noch aus zwei Dörfern bestand – aus Falkenhagen und Seegefeld.
Eine weitere Geschichte von Rudolf Lepers könnte aktueller kaum sein. Seit Monaten wird das ehemalige Herlitz-Logistikzentrum in der Straße der Einheit Etage für Etage abgetragen, um moderneren Logistik-Bauten Platz zu machen. Er schreibt über den “Koloss von Falkensee” – und meint damit das alte “Industrie- und Versandzentrum Herlitz 2000”.
Das Jahrbuch heftet sich auch sehr gern auf die Spur von Persönlichkeiten aus der Vergangenheit. Manfred Schulz berichtet über den “Kindertransport nach England” und zeigt auf, wie das jüdische Mädchen Marie-Therese Loeb aus Falkensee dank dieser Rettungsaktion vor 1939 dem Holocaust entrinnen konnte. Uwe Ulrich berichtet über die Stolpersteinverlegung für Ernst und Margarete Lipstein. Und Heide Reuter referiert über den Falkenseer Porträt- und Landschaftsmaler Franz Haferland.
Seit einigen Jahren gibt es im Heimatjahrbuch auch eine neue Rubrik mit dem Titel “Natur und Umwelt”. Thilo Heinken schreibt über Waldbrände in den Brandenburger Kiefernforsten. Und Tilo Wiedemann hat die “Neuankömmlinge in der Pflanzenwelt” im Blick. Damit meint er invasive Arten, die inzwischen auch an unserem Wegesrand zu beobachten sind.
Das “Heimatjahrbuch 2026 für Falkensee und Umgebung” wurde in einer Auflage von tausend Stück gedruckt. Es hat 170 Seiten im A5-Format und kostet – subventioniert von der Stadt Falkensee und vielen Anzeigenkunden – 8,50 Euro. Es lässt sich im Museumsshop, im Bürgeramt und in verschiedenen Buchhandlungen und Presseshops erstehen. (Text: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 238 (1/2026).
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