212 eingereichte Vorschläge für Sportler-Ehrung 2025/26: Bürgermeister zeichnet 25 Sportler in der Stadthalle aus!
Falkensee wurde schon drei Mal zur „Sportlichsten Stadt im Land Brandenburg“ gekürt – das letzte Mal 2024. Da lohnt es sich schon einmal, etwas genauer hinzusehen, wer denn in der Gartenstadt die Fußballschuhe überzieht, den Hockey-Schläger schwingt oder dem Gegner beim Boxen eins auf die Nase gibt. Bei der „Sportler-Ehrung“, die am 2. Dezember bereits zum 31. Mal eingeläutet wurde, werden jedes Jahr außergewöhnliche Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet.
Die „Sportler-Ehrung durch den Bürgermeister“ gibt es in Falkensee bereits seit 31 Jahren. Das Ziel ist es stets, Sportlerinnen und Sportler, die sich durch ihre Leistung, ihr organisatorisches Talent oder durch ihren freundlichen Teamgeist besonders hervorgetan haben, zu würdigen.
In jedem Jahr haben die Schulen und auch die Sportvereine in der Gartenstadt die Möglichkeit, jemanden aus den eigenen Reihen zu nominieren und für die „Sportler-Ehrung“ vorzuschlagen. Das funktionierte in der Vergangenheit sehr gut – und das war auch bei der 31. Wiederholung nicht anders. 212 Vorschläge gingen bei der Verwaltung ein.
All die auf diese Weise gewürdigten Sportler aus Falkensee werden nun nach und nach eine vom Bürgermeister unterschriebene Urkunde und eine wertige Medaille erhalten. Dazu besucht Bürgermeister Heiko Richter Schulen, Vereine und Turniere: Diese Vergabe kann sich also durchaus etwas ziehen, bis alle Auszeichnungen zu ihren neuen Besitzern gefunden haben.
Zum Auftakt der neuen Ausgabephase fand am 2. Dezember eine feierliche Übergabe in der Stadthalle statt. 28 Sportler waren eingeladen, 25 sind am Ende der Einladung gefolgt. Bürgermeister Heiko Richter: „Normalerweise findet diese Veranstaltung immer im großen Rathaussaal statt. Aber das Rathaus wird gerade saniert und ist somit nicht zugänglich. Die Stadthalle passt aber natürlich auch sehr gut für die Zeremonie, weil hier ja auch viele sportliche Wettbewerbe stattfinden, die am Ende zu den verschiedenen Nominierungen geführt haben. Hier wurden viele Erfolge gefeiert, aber sicherlich auch schon ein paar Tränen verdrückt.“
Zusammen mit Thomas Neugebauer, in der Stadt Fachbereichsleiter für den Sport, übergab Heiko Richter die Urkunde, die Medaille, eine Rose und auch einen Plüsch-Falken an jeden der frisch Ausgezeichneten. Dabei zog er auch Bilanz: „Wir haben zurzeit 26 Sportvereine in Falkensee, die zusammen 9.904 Mitglieder aufweisen. Bei knapp 50.000 Bewohner in Falkensee bedeutet dies, dass jeder fünfte Bürger in einem Sportverein organisiert ist. 5.083 dieser Vereinsmitglieder sind unter 18 Jahre alt. Wir haben also sehr viele Kinder und Jugendliche, die sich für den Sport begeistern – und hier nicht nur Erfolge feiern, sondern auch Teamgeist, Fairness und Respekt kennenlernen.“
Einzeln wurden die Sportlerinnen und Sportler nach vorne geholt, um sich ihre ganz persönliche Laudatio anzuhören. Martin Marquardt vom Hockey Club Falkensee wurde geehrt, weil er Falkensee in ganz Deutschland und in Europa bekannt gemacht hat: Er spielt seit 17 Jahren in der Hockey-Bundesliga und hat in der Ü35 2024 die Hallenhockeyweltmeisterschaft gewonnen. Und im Juni 25 wurde er zusammen mit seinem Team Europameister. Andreas Faber vom TSV Falkensee bekam seine Urkunde, weil er hinter den Kulissen tagtäglich dafür sorgt, dass „alles läuft“. Janine König vom Lise-Meitner-Gymnasium hat an ihrer Schule das Konzept der „bewegten Pause“ umgesetzt, das bereits an drei Tagen in der Woche angeboten wird – und von Lehrern und Schülern gleichermaßen genutzt wird. Juliane Hoch vom TSV Falkensee hat das Cheerleading-Team „CrushCats“ neu geformt und mit ihm eine neue „Routine“ (Bühnenprogramm) erstellt, mit der sich das Team nun für die Weltmeisterschaft in Orlando und für die Europameisterschaft in Lissabon qualifiziert hat. Christel Gewiese vom SV Falkensee-Finkenkrug ist Übungsleiterin für Yoga-Gymnastik und hat im Verein unter dem Titel „Nachbarschaftshilfe“ ein Programm aufgelegt, um ältere Mitmenschen aus der Einsamkeit zu holen und zum Sport zu bringen.
Sehr gut: Es wurden einmal mehr auch viele Kinder und Jugendliche ausgezeichnet. So eine Würdigung gibt natürlich gerade den Nachwuchstalenten besonders viel emotionalen Rückenwind und bestärkt sie in ihrem Tun. Ausgezeichnet wurde so auch Tim Zudock von den Pic Trail Raiders. Er hilft, die MTB/BMX/Dirt-Bike-Strecke hinter dem Hallenbad in Form zu halten. Linus Behrendt von der Judoschule Falkensee bekam eine Würdigung, weil er bei mehreren Judo-Wettkämpfen vordere Plätze belegte. So gewann er die Kreisolympiade und belegte den 2. Platz in den Landeseinzelmeisterschaften U13. Juna Russ von der Geschwister-Scholl-Grundschule bekam eine Medaille umgehängt, weil sie ihre Schule seit Jahren erfolgreich bei Wettbewerben der Leichtathletik vertritt. Auch in diesem Jahr erreichte sie wieder das Finale der Kreisolympiade.
Die sicherlich lustigste und launigste Laudatio ging an Volker Wieck vom SV Blau-Gelb Falkensee, geschrieben von seinen Vereinskameraden: „Volker ist nicht nur Platzwart, sondern auch der MacGyver des Vereinslebens, der Chuck Norris der Rasenpflege und der Bruce Willis der Waschmaschine. Seit Jahren pflegt Volker unsere Sportanlage mit einer Hingabe, als wäre es sein privates Gartenparadies – nur mit mehr Fußball und weniger Rosen. Wenn irgendwo ein Tor wackelt, ein Zaun quietscht oder ein Ball in unerreichbare Höhen fliegt, hört man nur: ‚Lass mal den Volker machen‘.“
In der feierlich geschmückten Halle blieb anschließend noch genügend Zeit für Gespräche. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 238 (1/2026).
Kennen Sie schon unsere Gratis-App?
Apple – https://unserhavelland.de/appapple
Android – https://unserhavelland.de/appandroid
Anzeige








