Ehrung des Ehrenamtes 2025 für Wustermark: Ein schöner Abend mit vielen Ehrenamtlern bei Karls!
Gäbe es keine Mitbürger, die sich ehrenamtlich im Sportverein, in Treffpunkten, in der Politik oder in der Feuerwehr engagieren, man müsste sie glatt erfinden. Umso wichtiger ist es, ihnen auch einmal beherzt “Danke” zu sagen. Die Gemeinde Wustermark lud am 28. November an die 120 Ehrenamtler in das Terminal E im Karls Erlebnis-Dorf ein, um mit ihnen einen schönen Abend zu verbringen. Bürgermeister Holger Schreiber und den einzelnen Ortsvorstehern fielen dabei viele nette Worte ein.
Es sind so viele Menschen, die in ihrer Freizeit trotz Stress im Beruf oder der Zeit mit den Kindern noch die Kraft finden, um etwas zum Wohl der Gemeinschaft beizutragen. Sie gründen Vereine, organisieren Turniere, schaffen Begegnungsstätten, retten Leben, engagieren sich für ihre Region oder helfen denjenigen, die sich nicht selbst helfen können.
Wie sagt Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber so passend: “Ehrenamt bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, füreinander einzustehen und unsere gemeinsame Zukunft bewusst mitzugestalten.”
Die Menschen, die sich für ein Ehrenamt begeistern und in der Folge viel Zeit und Mühe aufwenden, bekommen nur selten so etwas wie eine Aufwandsentschädigung ausbezahlt. Und viel zu selten erhalten sie ein “Danke”.
Aus diesem Grund lädt die Gemeinde Wustermark in jedem Jahr Vertreter der verschiedenen Vereine, Institutionen und Parteien zu einem besonderen Abend bei Karls ein. Bei der “Ehrung des Ehrenamtes” stehen nicht einzelne Personen im Mittelpunkt, sondern es geht vielmehr um das Ehrenamt an und für sich.
Die Ehrung fand in diesem Jahr am 28. November statt – im Terminal E bei Karls, das zu diesem Zweck ganz den etwa 120 eingeladenen Gästen aus den Ortsteilen vorbehalten war. Mit dabei waren Vertreter vom Seniorenbeirat Wustermark, vom ESV Lok Elstal e.V., vom Eisenbahn Café Zwischenhalt, vom Naturschutzförderverein “Döberitzer Heide”, vom Historia Elstal e.V., von der Freiwilligen Feuerwehr Hoppenrade/Buchow-Karpzow, vom Reitverein Caballos Majestics und vom Kirchbau- und Kulturförderverein Priort e.V., um nur einige zu nennen.
Am Eingang standen Bürgermeister Holger Schreiber, die Ortsvorsteher und Enrico Lindhorst als Vorsitzender der Gemeindevertretung Wustermark Spalier, um die ehrenamtlich tätigen Bürger zu begrüßen. Anschließend hielt Holger Schreiber eine umfassende Dankesrede – für alle Anwesenden, aber auch für alle Ehrenamtlichen, die an diesem Abend nicht mit vor Ort dabei sein konnten: “Ohne Sie wäre Wustermark nicht das Wustermark, das wir kennen und lieben.”
Und: “Ob in unseren Sportvereinen, in sozialen Projekten, in der Feuerwehr, im Senioren- oder Inklusionsbeirat, in der Kulturarbeit, der Flüchtlingshilfe, der Tafel oder in unzähligen weiteren Initiativen: Ihre Arbeit ist unverzichtbar für das soziale Miteinander und die Lebensqualität unserer Gemeinde.”
Der Bürgermeister erinnerte exemplarisch an verschiedene Kinderfeste, das Lesefestival “Wustermark liest”, an Seniorentänze bei Karls, an das inklusive Sportfest der Vielfalt, an das Pfarrhoffest, an das Floßfeuer oder an die 650-Jahr-Feier in Priort – alles Events, die ohne das freiwillige Engagement zahlreicher Bürger niemals hätten stattfinden können.
Eine schöne Idee: Alle Ortsvorsteher stellten sich ans Mikrofon, um “ihre” Ehrenamtler aus den Ortsteilen von Wustermark zu würdigen. So machte Martina Kubik als Ortsvorsteherin von Buchow-Karpzow etwa auf den Ortsverein aufmerksam, der jedes Jahr im Februar ein geselliges Eisbeinessen organisiert. Marco Kubik erzählte als Mitorganisator passend dazu: “Das ist bei uns in Buchow-Karpzow immer ein schnell ausgebuchtes Event. Wir bereiten für die Gäste Eisbeine in einer alten DDR-Kippbratpfanne und Kassler in zwei großen Brätern vor. Leider sind wir in der Menge limitiert – die Nachfrage ist oft größer als das Angebot.”
Enrico Lindhorst als Vorsitzender der Gemeindevertretung hielt die letzte Rede. Er sagte: “Ohne Sie gäbe es keine Sporterfolge, keine kulturelle Vielfalt, keine funktionierende Nachbarschaft, keine gewachsene Tradition.”
Und: “Deshalb ist es unser Anspruch, Ihr Ehrenamt nicht nur zu würdigen, sondern auch konkret zu unterstützen.” Er verwies auf die im September neu beschlossene Vereinsförderrichtlinie und auf 200.000 Euro, die die Gemeinde für den sozialen und kulturellen Bereich zur Verfügung stellt: “Das ist genau diese Summe, die letztendlich auch bei Ihnen im Ehrenamt landet.”
Nach einem mehr als beeindruckenden Harfenspiel von Kamilla Pindler ging es in den gemütlichen Teil über. Bei einem umfangreichen Buffet aus der Karls-Küche – mit Knusperschnitzel, gebratenem Seehecht und Kaiserschmarrn – kamen alle Gäste schnell ins Gespräch.
Dabei konnte man etwa Claudia Lagenstein von den Wustermark Wolves (www.wustermark-wolves.com) kennenlernen. Der Verein lebt für den Flag-Football: “Aktuell spielen 25 Kinder bei uns, wir haben gerade eine weitere Hallenzeit bekommen und können nun die 13- bis 15-jährigen von den 10-jährigen Spielern trennen. Aktuell spielen wir in der U16-Liga – und peilen nun auch eine Teilnahme in der U13-Liga an. Es läuft sehr gut für uns.”
Auch der Dart Club Wernitzer Jungz e.V. war mit vor Ort. Die Spieler trainieren regelmäßig in der Bürgerbegegnungsstätte Wernitz. Christian Bommer: “Inzwischen sind wir 28 Spieler, drei weitere kommen gerade frisch dazu. Wir haben inzwischen vier Boards, an denen wir zeitgleich spielen können. Oft haben wir an unseren Spieltagen bis zu 15 Leute bei uns, die die Pfeile fliegen lassen. Wir spielen zurzeit in der Dritten Liga und kämpfen um den Aufstieg.” (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 238 (1/2026).
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