Blüten in Epoxid: Angeline Reincke von krea.lina.arts aus Bredow hat tolle Geschenkideen!
Blumen sind vergängliche Schönheiten – doch Angelina Reincke aus Bredow hat eine Möglichkeit gefunden, sie für immer zu bewahren. Mit viel Feingefühl und einem feinen Gespür für Ästhetik gießt sie Blüten in Epoxidharz und verwandelt sie so in filigrane Schmuckstücke. Was als Hobby begann, ist heute ein Kleingewerbe mit dem Namen “krea.lina.arts”.
Blumen sind eine wunderschöne Laune der Natur. Mit ihren Farben, Formen und feinen Details verzaubern sie die Menschen. Angelina Reincke möchte die Blumen in ihren Farben und Formen bewahren. Die 35-Jährige aus Bredow (Brieselang) konserviert Blüten in Epoxidharz und fertigt daraus Schmuckstücke, die weit über ihre Heimat hinaus Anklang finden.
Angelina Reincke ist eine kreative Seele. Sie arbeitet mit Papier, Gips, Blüten, Harz – alles, was sich verbinden, formen und gestalten lässt, nutzt sie für ihre Arbeiten. Vor zwei Jahren begann die gelernte Einzelhandelskauffrau mit ersten kleinen Schmuckstücken. Freunde und Bekannte waren so begeistert, dass aus dem Hobby bald ein Gewerbe wurde. Heute verkauft sie ihre Kreationen über Instagram (www.instagram.com/krea.lina.arts), ihren WhatsApp-Katalog (0172-8007295) und auf regionalen Märkten.
Die Blüten für den Schmuck stammen oft aus dem eigenen Garten. Was dort nicht wächst, wird sorgfältig ausgewählt und zugekauft. Edelstahlrohlinge bilden die Basis für den Schmuck, den sie in mehreren Schichten mit Harz und Blüten füllt. “Ich starte immer mit der Auswahl des Rohlings und entscheide mich dann für eine klare oder farbige Harzschicht”, erklärt sie. “Nach der Aushärtung kommt eine dünne Schicht, in die Blümchen, Glitzer oder kleine Deko-Elementen eingelegt werden. Danach folgen ein bis zwei weitere Harzschichten zur Versiegelung.” Bis ein Schmuckstück fertig ist, durchläuft es drei bis vier Gießprozesse. Die UV-Lampe härtet jeweils alles aus.
Nicht jede Blumensorte eignet sich für die Schmuckherstellung und Konservierung im Harz: “Orchideen sahen nach dem Gießen schrumpelig aus. Manche Blüten sind einfach störrisch”, sagt sie lachend. Am liebsten verarbeitet Angelina Reincke die wilde Möhre – eine filigrane, vielseitige Blume, die auch im Havelland vorkommt.
Regelmäßig ist die Hobbykünstlerin auf Märkten der Region zu finden – etwa in Zeestow, Hennigsdorf oder auf der Nauener Hofweihnacht.
Ketten und Ohrringe gehören zu den beliebtesten Stücken – besonders in der Weihnachtszeit, auch wenn typische Weihnachtsblumen nicht verarbeitet werden können. Mittlerweile kommen viele Kundinnen gezielt an ihren Stand, um ihre Sammlung zu erweitern. Neben Schmuck fertigt Angelina Reincke auch Schlüsselanhänger, Lesezeichen oder kleine Harzschalen, die mit Hilfe von Silikonformen entstehen. Beim Harz macht die Schmuckfee keine Kompromisse: “Ich lege Wert auf hochwertige Produkte aus Deutschland. Günstiges Harz hat bei mir oft nicht richtig ausgehärtet.“
Auch die Jahreszeiten spielen eine Rolle: “Im Sommer arbeite ich mit heruntergelassenen Rollos, sonst härtet das Harz durch die Sonnenstrahlung aus, bevor ich fertig bin.” Im Winter sei das Arbeiten einfacher. Da fertigt sie auch gern Erinnerungsschmuck an – etwa mit den Haaren eines verstorbenen Hundes.
Angelina Reincke: Ihre Arbeiten sind Ausdruck von Liebe zum Detail und dem Wunsch, Schönes zu bewahren. Und jeder, der eines ihrer Schmuckstücke in der Hand hält, spürt genau das. (Text/Fotos: Sandy Kolbuch)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
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