Alles Birne in Nauen: Marina Wesche arbeitet an einer Birnenmanufaktur!
Wenn der Landrat vom Havelland unterwegs ist, dann verschenkt er – eine Birne. Die Birne wird damit immer mehr zum Symbol für einen ganzen Landkreis. Und wo kommt die Birne her? Aus Ribbeck! Hier arbeitet Marina Wesche in der Alten Brennerei daran, eine Birnenmanufaktur ins Leben zu rufen, die der Birne auf jede nur erdenkliche Art und Weise huldigt. Keine Frage: Das Birnenimperium wächst. (ANZEIGE)
Die Birne ist eine sehr flüchtige Frucht. Sie verdirbt sehr schnell und ihr zarter Geschmack lässt sich nur schwer verarbeiten.
Marina Wesche hat die Herausforderung aber schon vor langer Zeit angenommen. Ihr “Frau Wesche’s Waschhaus Café” in der Alten Brennerei in Ribbeck hat längst Kultcharakter. Im urig dekorierten Café kann man einen Birnenkaffee, warmen Birnen-Gulasch und sogar einen Birnenglühwein verkosten – die Glühbirne. Niemand kommt hier an den gewaltigen Kuppel-Birnentorten vorbei, zu denen es 200 verschiedene Rezepte gibt. Knapp ein Dutzend unterschiedlicher Kuppeltorten stehen in der Vitrine, wenn das Café geöffnet hat. Da gibt es etwa welche mit Heidelbeeren, mit Nougat oder mit Schokolade – aber immer mit der Birne als Dauerzutat.
Marina Wesche: “Wir sind mehr als nur ein Café. Das Café hat ja nur von Donnerstag bis Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Wir arbeiten aber die ganze Woche hier äußerst emsig hinter der Klinkersteinfassade der Alten Brennerei. Hier gibt es etwa eine Marmeladenmanufaktur, den Ribbecker Birnenzauber, immer mit der Birne als Geschmacksträger. Und wir bieten eigene Birnensalze an. All das kann man in unserem ‘Ribbecker Naschmarkt’ kaufen, der viele Besucher anzieht, die ein originelles Geschenk suchen oder etwas zum selber Naschen kaufen möchten. Unser Birnenangebot weiten wir ständig aus. Deswegen sprechen wir inzwischen von unserer Ribbecker Birnenmanufaktur. Wir sind Produzenten, wir sind Händler – und all das im Zeichen der Birne.”
Neu ist die Kräuter- und Essigstube, die sich Marina Wesche in einem weiteren Raum in der Alten Brennerei eingerichtet hat: “Ich habe ja ein abgeschlossenes Studium als Phytotherapeutin. Da geht es um die Pflanzenheilkunde. Und ich bin Waldmedizinerin und Waldtherapeutin. All das bringe ich mit meiner Birne zusammen. Wir produzieren hier vor Ort einen Birnenessig. Den verkaufen wir. Wir verwenden ihn aber auch, um Oxymel herzustellen. Oxy heißt sauer, Mel heißt Honig. Wir machen also einen sauren Honig, der in der Volksmedizin früher zu jeder Hausapotheke dazugehörte. Der Sauerhonig gehört seit Tausenden von Jahren zu den bewährten Hausmitteln, er war auch Bestandteil der Klostermedizin. Am besten trinkt man jeden Morgen ein Likörglas pur zum Frühstück. Man kann das Oxymel aber auch als Salatdressing verwenden. Wir bieten unseren Oxymel mit den verschiedensten Kräutern und Inhaltsstoffen an. Bei unserem roten Birnenblut Oxymel kommt die Brennnessel als Inhaltsstoff dazu.”
Die Alte Brennerei soll das Zentrum der neuen Birnenmanufaktur werden. Marina Wesche, die zusammen mit ihrem musikalischen Lebensgefährten Lukas-Ralf Ligmann alias “Lukas Mückenfett” ein ganzes Team beschäftigt: “Wir kooperieren immer häufiger mit anderen Herstellern. So arbeiten wir gerade mit einem Seifenmacher an einer Seife, die ein Birnenkonzentrat enthalten und ‘Frau Wesches Leib- und Haarseife’ heißen wird. Außerdem haben wir zusammen mit einem Fleischer aus der Region eine eigene Birnenleberwurst entwickelt.” (Text/Fotos: CS)
Info: Frau Wesche’s Waschhaus Café, Am Birnbaum 11, 14641 Nauen, Tel.: 033237- 85106, www.waschhaus-ribbeck.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 236 (11/2025).
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