Vom Dunkel ins Licht: Magischer Weihnachts-Rundgang bei 18. Adventsausstellung bei Frau Wesche in Ribbeck!
Ein Besuch in Ribbeck lohnt sich immer. Marina Wesche bietet in “Frau Wesche’s Waschhaus Café” in der “Alten Brennerei” ihre berühmten Birnenkuppeltorten an. Und im Naschmarkt lassen sich viele Leckereien rund um die Birne entdecken. Nun hat sie am 22. November feierlich ihre 18. Adventsausstellung im unterirdischen Gewölbe eröffnet. Der Rundgang durch einzigartig dekorierte Kulissen bringt den Besuchern den Ursprung der Weihnachtsgeschichte näher. Und zahllose Dekoartikel zum Einkaufen für die Weihnachtszeit gibt es auch.
Kurz vor elf Uhr morgens herrscht noch hektische Betriebsamkeit im Kellergewölbe der “Alten Brennerei” (www.waschhaus-ribbeck.de). Lukas Mückenfett, der Lebensgefährte von Marina Wesche, läuft die Treppe hinauf und hinunter, um entweder etwas Fehlendes zu holen oder etwas Störendes nach oben zu tragen. Derweil schreibt Marina Wesche die letzten Preisschilder mit einer geschwungenen Schrift.
Der Preis der ganzen Mühen: Die 18. Adventsausstellung kann am 22. November pünktlich um elf Uhr eröffnet werden. Oben am Einstieg zur Treppe warten bereits die ersten Gäste, die schon aus den Jahren zuvor wissen, dass es sich lohnt, diese ganz spezielle Ausstellung zu besuchen. Denn kaum öffnet man die quietschende Kellertür (Marina Wesche: “Die haben wir mit Absicht nicht geölt”), so steht man nicht mehr länger in einem Kellergewölbe, sondern in einem magischen Wald. Der erste Eindruck der unfassbar aufwendig verzierten und dekorierten Winterwunderwelt lässt einen fast einen Schritt zurückweichen, so unerwartet und doch magisch ist der Anblick.
Marina Wesche freut sich sichtlich über diese erste Reaktion. Sie erklärt: “Das ist jetzt die 18. Adventsausstellung, die ich in den letzten 30 Jahren geplant und umgesetzt habe. 15 Jahre lang habe ich das in meinem ehemaligen Geschäft in Nauen gemacht. Dann war 15 Jahre lang Pause, denn in meinem alten Waschhaus in Ribbeck gab es nicht genügend Platz dafür. In der Alten Brennerei läuft die Ausstellung jetzt um dritten Mal. Die neue Ausstellung trägt den Titel ‘Vom Dunkel ins Licht’. Das finde ich passend. Denn in diesem Jahr habe ich den Ursprung des Weihnachtsfestes aufgegriffen. Denn bevor es das Weihnachtsfest gab, da feierte die Menschheit zunächst einmal die Wintersonnenwende.”
Und so betreten die Besucher der Ausstellung zunächst einen mystischen Wald. Marina Wesche: “Damals gab es ja schlaue Frauen wie etwa die Kräuterfrauen. In meinem engen Wald, durch den man sich wirklich durchkämpfen muss, um alles zu entdecken, findet man ein Hexenhaus. Und ich, ich bin die Kräuterhexe. Hier verkaufe ich viele selbstgemachte Dinge, etwa eine Hagebuttenbirnenmarmelade, eine Quittenbirnenmarmelade, ein Basilikumsalz oder ein Jahressalz. Man kann aber auch Brennnesselsamen kaufen.”
Poetische Sprüche führen von Raum zu Raum. Es gibt eine Glühweinstation. Und im zweiten Raum ein Meer aus Kerzen, es müssen wohl Hunderte sein.
Marina Wesche: “Jetzt wird es im Gewölbe schon heller, wenn die Sterne den Himmel berühren. In dieser Lichtinsel stehen meine Kerzen, die man wie fast alles in der Ausstellung auch kaufen kann. Es sind echte Wachskerzen, die aber mit einem lebensecht wirkenden LED-Licht ausgestattet sind. Gefühlt sind es ganz bestimmt tausend Kerzen, denn ich musste in jede einzelne Batterien einsetzen. Und zwischen den Kerzen sitzen kleine Engelchen wie Glühwürmchen im Gewölbe.”
Im dritten und letzten Raum ertönen gregorianische Gesänge – ein echter Kontrast zum Vogelzwitschern im Wald. Marina Wesche: “Das ist die nächste Stufe. Aus dem Fest der Wintersonnenwende wurde nun ein christliches Fest.”
In diesem Raum finden sich fertige Adventsgestecke, die sich gern auch an die Tür hängen lassen. Marina Wesche: “Ich weiß aber, dass viele Familie ihren Adventskranz traditionell selbst zusammenstecken und dekorieren. Und so bieten wir im Gewölbe ganz viel Dekomaterial an – von der langen Zimtstange über dekorative Kugeln bis hin zu hölzernen Birnen. Klar, wir können hier keine Miniaturäpfel anbieten, wir sind der Birne verpflichtet.”
Die Ausstellung weckt Begehrlichkeiten. Da gibt es Laternen in allen Größen und Formen, rostig wirkende Vogelhäuschen, blinkende Kronleuchter, kleine Hexenhäuser, Schneekugeln, Windlichter, kleine Uhus für den Christbaum und eben die bereits erwähnten Engelchen in jeder nur erdenklichen Pose.
Jetzt kommt natürlich die wichtige Frage: Kann man alles kaufen, was in der Weihnachtsausstellung zu sehen ist?
Marina Wesche: “Ja, so gut wie alles kann man kaufen. Unsere Weihnachtsausstellung hat immer zeitgleich zu unserem Café und unserem Naschmarkt geöffnet. Also von Donnerstag bis Sonntag und zwar immer zwischen 11 und 17 Uhr. So kann man oben ein Stück Torte essen und einen Kaffee trinken, um dann unten unseren Gewölbekeller zu besuchen. Der kann bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag aufgesucht werden. Wichtig ist mir nur, dass man die Ausstellung nicht zerrupft, es soll keine Selbstbedienung geben. Man holt mich einfach dazu, zeigt auf die Dinge, die man kaufen möchte, und ich trage alles vorsichtig zusammen.”
Die Weihnachtsausstellung ist übrigens in jedem Jahr anders. Angesichts ihrer überbordenden Fantasie ulken Fans bereits: “Mensch Marina, irgendwann seilst du dich einmal in Nauen als Weihnachtsfee vom Kirchturm ab!” Also: Ganz ausgeschlossen scheint das nicht. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
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