Ristorante Castelli in Dallgow-Döberitz: Pizza wie in Neapel!
Giorgio Castelloni hat am 1. November sein “Ristorante Castelli” in der Wilmsstraße eröffnet. Damit bekommt Dallgow-Döberitz ein neues italienisches Restaurant, das mit Pizza, Pasta und Salaten aufwartet. Die große Besonderheit: Vor Ort gibt es eine Pizza neapolitanischer Art. Diese italienische Ur-Pizza wird nach einer geschützten Rezeptur zubereitet und vom Gast auf dem Teller mit einer goldenen Schere zerschnitten. (ANZEIGE)
Das Restaurant “Kartoffelschlösschen” in der Dallgower Wilmsstraße steht seit vielen Jahren leer – die Nachbarn schauten durch die Fenster zuletzt immer wieder in einen Gastraum ohne Gäste. Die Dallgower und Falkenseer Nachbarn haben über die Zeit schon lange die Hoffnung aufgegeben, dass hier einmal eine neue Gastronomie wieder Herd und Ofen anwirft.
Um so überraschender war es, als ein Banner am Zaun auf das neue “Ristorante Castelli” hinwies, das am 1. November zum ersten Mal seine Türen öffnen sollte. Und das wie versprochen auch getan hat.
Der Betreiber ist Giorgio Castelloni (36), ein gelernter Koch, der eigentlich noch deutlich länger renovieren wollte: “Die Leute haben aber immer wieder ans Fenster geklopft und gefragt, was wir hier machen und wann wir endlich eröffnen. Wir haben dem Druck nachgegeben und unsere Eröffnung vorgezogen. Seitdem waren schon viele Gäste bei uns – der Start ist gelungen.”
Für Giorgio Castelloni ist das “Ristorante Castelli” sein allererstes Restaurant. Am Anfang hieß es, dass es vor Ort gar keine Sitzplätze gibt und die Gastronomie die italienischen Speisen nur zum Abholen bereitstellt oder sie auch liefert – von Dallgow-Döberitz und Falkensee über Brieselang bis nach Nauen. Das mit dem Nur-Liefern stimmt aber so gar nicht mehr, so Giorgio Castelloni: “Unsere Nachbarn haben uns schon während der Renovierungsphase davon überzeugt, doch bitte auch das Restaurant mit zu eröffnen. Das haben wir nun auch getan. Wir haben in unserem kleinen Ristorante Platz für bis zu 25 Gäste, die an den Tischen Platz nehmen können. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen, wird man auch draußen auf der Terrasse sitzen können.”
Eine echte Besonderheit gegenüber den anderen italienischen Restaurants in der Region ist die neapolitanische Pizza. Giorgio Castelloni: “Unsere Pizzen werden mit dem original neapolitanischen Pizzateig zubereitet, der mindestens 48 Stunden lang reift und deswegen besonders bekömmlich ist. Eine neapolitanische Pizza zeichnet sich durch einen sehr dünnen Boden und eine dicke luftige Kruste aus. Wir verwenden für unseren Teig nur das feinste Mehl der Marke Caputho.”
Tatsächlich handelt es sich bei einer neapolitanischen Pizza um die ursprüngliche, traditionelle Pizza aus Neapel. Sie gilt als die Mutter aller Pizzen. Der Teig besteht zwingend nur aus Weizenmehl, Wasser, Salz und Hefe, Zucker oder Öl dürfen nicht verwendet werden. Eine solche Pizza wird von Hand geformt und im Holzofen nur für 90 Sekunden bei bis zu 480 Grad gebacken. Giorgio Castelloni: “90 Sekunden – und die Pizza ist fertig. Allerdings muss man sie alle zehn Sekunden drehen. Nur so bekommt sie ein Leopardenmuster aus dunkel und hell gebackenen Stellen. Wenn man dieses Muster nicht sieht, hat man etwas falsch gemacht.”
Die “Pizza Neapolitana” ist seit 2009 als EU-Qualitätsprodukt geschützt. Man darf sie nur so nennen, wenn sie auf die traditionelle Art und Weise zubereitet wird.
Woher kommt die Nähe ausgerechnet zu Neapel? Giorgio Castelloni: “Ich bin zwar in Deutschland aufgewachsen. Mein Opa väterlicherseits kommt aber aus Italien. Er hatte eine kleine Pizzeria in Neapel. In Porto. Als kleines Kind waren wir sehr oft in Italien zu Besuch. Ich habe als Kind schon viel Zeit in Opas Restaurant verbracht und war ganz begeistert davon, wie die neapolitanischen Pizzen entstehen. Die Begeisterung für diese besonderen Pizzen habe ich mir bewahrt. Jetzt trete ich in Opas Fußstapfen.”
Für Giorgio Castelloni ist das “Castelli” sein erstes eigenes Restaurant. Er kommt aber aus der Gastro: “Ich habe als Koch in Restaurants in Nordrhein-Westfalen gearbeitet. Vor drei Jahren sind wir ins Havelland gezogen. Meine Frau, unsere Kinder und ich, wir wohnen in Falkensee. Meine Schwiegermutter betreibt die Pension über dem Restaurant. Die Räumlichkeiten vom Restaurant gehören also der Familie, das hat den Sprung ins kalte Wasser leichter gemacht.”
Es lohnt sich, als Gast einfach einmal eine Margherita (12 Euro) zu bestellen, um sich der neapolitanischen Pizza mit allen Sinnen zu nähern, ohne zunächst von weiteren Zutaten abgelenkt zu werden.
Giorgio Castelloni: “Das kennen viele Gäste so noch gar nicht: Unsere neapolitanische Pizza wird nicht mit Messer und Gabel geschnitten, sondern ganz traditionell mit einer goldenen Schere. Den dicken Rand sollte man auch nicht liegen lassen. Etwa dafür bieten wir verschiedene Dips an, so etwa eine Trüffelmayonnaise, eine Knoblauchcreme, ein Basilikumpesto oder einen Sauerrahm-Dip. Da wird der Rand einfach eingetunkt. Das bringt das Pizza-Erlebnis noch einmal auf ein neues Level.”
Natürlich gibt es neben dem Klassiker auch noch andere Pizzen, aus denen man wählen kann. Da gibt es etwa die Salami Piccante, die Tonno e Cipolla oder die Burrata con pesto. Neben einer rein vegetarischen Gemüse-Pizza wird auch die Tartufo “Castelli Dallgow” angeboten – mit Creme fraiche, Fior di Latte, Grana Padano und schwarzem Trüffel. Wer möchte, kann seine Pizza individuell updaten – mit Burrata, Bresola, Salami Piccante oder einem Hähnchenbrustfilet.
Für alle Besucher, die gerade keinen Appetit auf Pizza haben, stehen verschiedenen Antipasti-Vorspeisen und Salate bereit. Pasta gibt es aber auch. Spaghetti Bolognese finden sich auf der Speisekarte ebenso wie Penne All’Arrabbiata, Spaghetti Aglio Olio e Peperoncino, Penne Al Gorgonzola, Fettuccine di Manzo oder auch die “Dallgow-Variante”, das sind Fettucine mit Schwarzer Trüffel.
Hier findet die Speisekarte auch schon ein Ende. Was gut ist, denn eine überschaubare Anzahl an Speisen spricht immer für Frische und Qualität. Giorgio Castelloni: “Ich habe mir wochenlang Gedanken darüber gemacht, welche Speisen auf die Karte gehören. Ich habe überlegt, was die Leute im Havelland gern essen. Anscheinend ist mir das gelungen. Wir werden die Karte immer wieder ergänzen, etwa mit einem Weihnachts-Special oder einem besonderen Angebot.”
Ein Gast war über die neue Gastronomie so erfreut, dass er dem Team eine kleine selbstgebastelte Miniatur geschenkt hat – einen winzig kleinen Tisch mit Pizza, Wein und Pasta. Giorgio Castelloni: “Wir sind über die Maßen überrascht und erfreut, wie gut uns die Havelländer angenommen haben. Vom ersten Tag an waren wir mehr als gut gebucht. Es gibt viel positives Feedback, die Leute sind sehr nett und wir haben auch schon unsere ersten Stammgäste. Ich bin glücklich, wenn ich den Menschen mit meiner Pizza ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.”
Alle Speisen können vor Ort abgeholt werden. Man kann sie sich auch liefern lassen – von den eigenen Fahrern, von Lieferando oder von Uber Eats. Das neue Restaurant hat immer Dienstag bis Sonntag von 12 bis 21 Uhr geöffnet, der Montag ist ein Ruhetag. Für die Kunden gibt es Parkplätze auf dem Hof. (Text/Fotos: CS)
Info: Ristorante Castelli, Wilmsstraße 98, 14624 Dallgow-Döberitz, Tel.: 0155-63563302, www.ristorante-castelli.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 237 (12/2025).
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