90 Jahre Optiker Barnikel: Traditionsgeschäft in der Altstadt Spandau feiert großes Jubiläum!
Wer die eigene Umwelt nur noch verschwommen wahrnimmt, braucht eine Sehhilfe. Seit nunmehr 90 Jahren versorgt das Familienunternehmen „Optiker Barnikel“ die Kunden in der Spandauer Altstadt mit Brillen und Kontaktlinsen. Bernd Barnikel leitet das Unternehmen bereits in dritter Generation. Die Spandauer Altstadt lädt dazu ein, die Besorgungen des Alltags im Rahmen eines gemütlichen Spaziergangs durch die Gassen und autofreien Straßen zu erledigen. (ANZEIGE)
Mitten in der Altstadt, nur ein paar Schritte von der Nikolaikirche und dem Marktplatz entfernt, ist das Geschäft vom traditionsreichen Familienunternehmen „Optiker Barnikel“ zu finden.
Bernd Barnikel (58) leitet das Unternehmen in dritter Generation: „Mein Großvater hat das Geschäft 1935 eröffnet. Das war drüben am Markt. Dort ist er im Krieg mehrfach ausgebombt worden. Aus diesem Grund ist er mit seinem Geschäft in die Carl-Schurz-Straße umgezogen. Meine Eltern haben später übernommen, nun führe ich die Geschäfte weiter. Ich selbst hatte nie vor, einen anderen Beruf zu ergreifen, ich bin in diese Berufung hineingeboren worden. Das Geschäft war bei uns Zuhause immer ein bestimmendes Thema, erst bei den Großeltern, dann bei meinen Eltern.“
Die Lage mitten in der Spandauer Altstadt hat sich bewährt. Bernd Barnikel: „Viele Kunden erledigen hier ihre Besorgungen und nutzen die Gelegenheit gleich, um sich bei uns einen Termin für eine Augenkontrolle geben zu lassen. Sie stellen oft selbst fest, dass sich ihre Sehkraft verändert hat und sie erstmals eine Brille oder aber Gläser mit neuen Werten benötigen. Bei der Augenprüfung führen wir übrigens auch eine Gesundheitskontrolle durch. Wir schauen also nicht nur auf die Dioptrienwerte, sondern haben auch eine Optometristin oder einen Meister vor Ort, der zusätzlich auf die Netzhaut schauen kann. Bei einer Auffälligkeit wird der Kunde an einen Augenarzt weitergeleitet.“
Natürlich gibt es in der Spandauer Altstadt viel Laufkundschaft, also auch Menschen, die das Optiker-Fachgeschäft ganz spontan besuchen. Bernd Barnikel: „Die meisten Kunden sind aber Stammkunden, die oft schon in fünfter Generation zu uns kommen. Unsere Kunden sind sehr treu. Sie mögen es sehr, dass wir ein Familienbetrieb sind und sie eine sehr familiäre Betreuung erhalten. Manche Kunden kennen sogar meinen Großvater noch.“
Vor Ort gibt es an die zweieinhalbtausend Brillengestelle von bekannten Firmen wie z.B. Lindberg, IC Berlin oder Mykita, die sich im Ladengeschäft probeweise aufsetzen lassen. Wer dabei die eigene Brille absetzt und nichts mehr sieht, kann auf eine besondere visuelle Hilfe zählen. Bernd Barnikel: „Wir nutzen ein Gerät von Zeiss, das fotografiert den Kopf des Kunden, um den Augenabstand, die Kopfform und andere Werte für das Einschleifen der Brillengläser zu erheben. Das Gerät erzeugt aber auch einen 3D-Avatar vom Kopf des Kunden, dem man virtuelle Brillen aufsetzen kann. So kann man sich selbst auf dem Bildschirm ansehen und auf diese Weise überprüfen, ob einem ein bestimmtes Brillengestell steht oder nicht. Wir haben aber auch Kunden, die schicken Fotos von sich und ihrer neuen Brille über das Smartphone an den Mann oder die Frau, um sich ein Urteil einzuholen.“
Bei „Optiker Barnikel“ gibt es Brillen, Sonnenbrillen, Spezialbrillen, Kinderbrillen, vergrößernde Sehhilfen und Kontaktlinsen.
Bernd Barnikel: „Wenn man bei der Gestaltung der Brillengestelle einen aktuellen Trend benennen müsste, dann ist das die Rückbesinnung auf die 60er und 70er Jahre. Das bedeutet: Brillen dürfen wieder rund sein. Ansonsten gilt natürlich: Schön ist, was dem Kunden gefällt. Wir helfen gern beim Aussuchen und reichen die Gestelle zum Probieren an, die zu den Wünschen unserer Besucher passen.“
Sechs Mitarbeiter arbeiten im Ladengeschäft und in der hauseigenen Werkstatt für „Optiker Barnikel“. Denn natürlich geht es hinter den Kulissen darum, dass die von den Kunden bestellten Gläser mit den richtigen Werten eingeschliffen werden. Das dauert mitunter nur einen Tag, manchmal auch ein wenig länger. In der Regel ist eine neue Brille spätestens nach zehn Tagen fertig und kann abgeholt werden. Die Gläser kommen meistens aus Deutschland, seit 1935 arbeitet das Spandauer Unternehmen sehr eng mit Zeiss zusammen.
Bernd Barnikel: „Wir reparieren auch gern die Brillen der Kunden. Da geht es oft darum, dass sich eine Miniaturschraube gelöst hat und verschwunden ist. Oder ein Bügel ist abgebrochen.“
Bernd Barnikel und sein Team kümmern sich aber auch recht häufig um Menschen mit einer sehr schwierigen Sehversorgung: „Da geht es mitunter darum, dass ein Kunde nur noch ein paar Prozent Restsicht hat. Unsere Aufgabe ist es hier, eine Sehhilfe zu finden, die das Maximum aus den Möglichkeiten herausholt. Denn das erhöht sofort die Lebensqualität des Kunden. Da haben wir viel Freude an unserem Beruf, wenn uns das gelingt.“
Ein besonderes Thema für Bernd Barnikel ist die Myopie bei Kindern. Sie kann sich zu einer hohen Kurzsichtigkeit entwickeln, wenn nicht bereits in frühen Jahren gegengesteuert wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, frühzeitig bei Kindern eine entsprechende Kontrolle durchzuführen. Bernd Barnikel: „Je früher, desto besser. Hier hat die Wissenschaft in den letzten Jahren viel dazugelernt. Mit speziellen Brillengläsern oder einer weichen Kontaktlinse können wir gegensteuern und den Kindern helfen. Das Tolle ist, dass dieses System bei fast jedem Kind funktioniert und wir auf diese Weise wirklich etwas bewirken können.“ (Text/Foto: CS)
Info: Optiker Barnikel, Carl-Schurz-Straße 41, 13597 Berlin Tel.: 030-3337181, www.optiker-barnikel.de
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