Bauzaun weg: Ein Weg führt nun durch die Brache der alten Stadthalle!
Viele lange Jahre stand – von der Bahnhofstraße aus gesehen – links neben dem Falkenseer Gutspark die alte Stadthalle. Die alte Stadthalle wurde abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen, der nun aber doch nicht mehr kommen soll. Die beräumte Brache war bislang eingezäunt. Die Überraschung: Zum Stadtfest sind die Zäune gefallen, das Gelände wurde den Bürgern der Gartenstadt zurückgegeben. Jetzt führt sogar ein neu angelegter Weg durch die begrünte Brache.
Die Idee war folgende: Ein Investor reißt auf seine Kosten die alte Stadthalle ab und baut stattdessen ein mehrstöckiges Gebäude mit Ladenzeile und Cafés, mit Mietwohnungen und mit einer integrierten Stadtbibliothek.
Recht überraschend hieß es dann aber im April ’25 auf einmal: Daraus wird nichts, Falkensee möchte keine weiteren Mietwohnungen im Zentrum, das Filetstück an der Bahnhofstraße soll stattdessen der ganzen Bevölkerung zugute kommen.
Bürgermeister Heiko Richter: „Ich habe den Auftrag der SVV, die Stadtmitte für die Stadt, also für alle Bürgerinnen und Bürger, zurück zu bekommen – auch aus der Bevölkerung heraus wurde dieser Wunsch öfters geäußert. Hier soll zukünftig das Herz unserer Stadt schlagen, hier wollen wir gemeinsam etwas Neues gestalten. Die Mehrzahl der Falkenseerinnen und Falkenseer möchten hier keinen riesigen Baukörper für exklusives Wohnen, sondern einen Punkt, an dem die Menschen zusammen kommen.“
Nun ist plötzlich der Bauzaun gefallen und die Bevölkerung erobert sich das planierte Gelände Schritt für Schritt zurück. Heiko Richter: „Ich bin sehr froh, dass der Bauzaun weg ist. Wir sind nach wie vor Eigentümerin des Grundstücks, da bot sich das in der jetzigen Form einfach an. Ich lade alle ein, die Fläche zu erleben und sich mit Ideen und Gedanken einzubringen, was hier zukünftig entstehen könnte.“
Ist mit dem Investor nun alles geklärt? Heiko Richter: „Die Gespräche mit den Investoren sind nicht einfach und brauchen augenscheinlich noch Zeit, Geduld und Nerven. Ich möchte diese Fläche auch bis zum Abschluss der Verhandlungen für die öffentliche Nutzung bereitstellen, weil sie Teil unserer Stadt ist und es bleiben soll. Gerade unser diesjähriges Stadtfest hat sich daher angeboten, die Fläche allen zugänglich zu machen. Die ‚Überraschung‘ ist uns durchaus gelungen. Ich habe nur Gutes gehört und die mir zugetragene Resonanz war durchweg positiv.“ (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 235 (10/2025).
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