Rollende Klassiker beim 5. Charity Oldtimer Treffen in Falkensee: Jede Menge Oldtimer auf der grünen Selgros-Wiese!
Viele Havelländer und Berliner teilen ein ebenso teures wie auch extravagantes Hobby: Sie besitzen einen echten Oldtimer mit H-Kennzeichen. Die aufwendig gepflegten und möglichst im Originalzustand erhaltenen Wagen wollen natürlich auch präsentiert werden. Dafür bot sich bei schönstem Wetter am 20. September das 5. Charity Oldtimer Treffen in Falkensee auf dem Selgros-Parkplatz an. Der Rotary Club Havelland-Königswald hatte zusammen mit den Schülern der Kant-Schule eingeladen – und über 250 Oldtimer ließen sich blicken!
Ganz egal, ob es um einen alten VW Käfer, einen Ford Mustang, einen Volvo 240, einen knatternden Trabant oder einen edlen Karman Ghia geht: Viele Autofahrer haben große Freude daran, in ihrer Garage einen Oldtimer zu parken. Also einen Wagen, der heutzutage im Verkehr wie ein rollender Anachronismus wirkt, vor einigen Jahrzehnten aber genau so auf allen Straßen unterwegs war.
Der Rotary Club Havelland-Königswald (www.havelland-koenigswald.rotary.de) ist der Meinung, dass diese fast schon antiken Schätze der Motorkunst nicht länger versteckt werden dürfen. Man muss die auf Hochglanz polierten Schmuckstücke, die meist weder Sicherheitsgurt noch Kopfstütze aufweisen, den Menschen zeigen und sie ihnen stolz präsentieren. Dafür bietet sich das einmal im Jahr organisierte Charity Oldtimer Treffen an, das am 20. September von 10 bis 17 Uhr bereits zum fünften Mal veranstaltet wurde – und zwar auf der grünen Wiese auf dem Falkenseer Selgros-Gelände.
Tim Schlotzhauer (28) ist der aktuelle Präsident vom Rotary Club Havelland-Königswald. Er erklärte: „Wir organisieren das Charity Oldtimer Treffen immer zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Immanuel Kant Gesamtschule in Falkensee. Alle Gelder, die vor Ort generiert werden, kommen den verschiedenen Projekten der Schüler zugute. Dabei kann es durchaus auch darum gehen, den nächsten Abiball zu finanzieren. Bei der Umsetzung haben uns auch viele Oldtimer-Clubs geholfen, so auch die Experten vom Falkenseer Verein Altenpflege e.V.“
Lara Rausch (18) ist Schülerin der Kant-Gesamtschule: „Wir haben uns um die Verpflegung vor Ort gekümmert und dafür u.a. ein Kuchenbüffet vorbereitet. Außerdem gab es eine Tombola, bei der man tolle Preise gewinnen konnte. Und wir haben zwei Schülerbands mitgebracht, die vor Ort live Musik gemacht haben.“
Eingeladen zum Oldtimer-Treffen waren alle Autobesitzer, deren Wagen älter als 30 Jahre sind und das H-Kennzeichen besitzen. Um das H-Kennzeichen zu bekommen, müssen die Autos einen weitgehend originalen Zustand aufweisen und ein Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO mitbringen.
Die Wagen haben zunächst alle auf der grünen Wiese neben Selgros Platz gefunden. Der Andrang war enorm. Tim Schlotzhauer: „Wir haben nach 25 Oldtimern aufgehört zu zählen.“ Es sollen am Ende über 250 Wagen gewesen sein, die dann zum Teil auch auf dem Kundenparkplatz der Selgros geparkt werden mussten.
Mit vor Ort war auch Hendrik Riedel (70) von den Oldtimer Freunden Falkensee. Er hatte bestimmt das älteste Auto auf dem Treffen mit dabei: „Ich fahre einen Durant Star Tourer von 1923. Der ist über hundert Jahre alt und fährt noch immer. Unter seiner Motorhaube steckt die einfachste Mechanik, da muss man sich schon Mühe geben, damit etwas kaputt geht.“
Die vielen Besucher durften die vielseitige Oldtimer-Show zum absoluten Nulltarif bestaunen – und den stolzen Besitzern auch noch neugierig Löcher in den Bauch fragen. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 235 (10/2025).
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