1. Nauener Hundeschwimmen: Wuff Wuff! Vier Pfoten erobern das Stadtbad Nauen!
Im Stadtbad Nauen planschen im Sommer ganz besonders gern Erwachsene, Teenager und Kinder um die Wette. Das weckt Begehrlichkeiten im Tierreich: So mancher haarige Vierbeiner würde auch gerne einmal in die Fluten springen und eine Runde im glasklaren Wasser drehen. Am 13. September hat die Betreibergesellschaft genau das möglich gemacht: Das 1. Nauener Hundeschwimmen stand an. Viele Herrchen und Frauchen nutzten die Gelegenheit – und ließen ihre Lieblinge ins ungechlorte Nass hüpfen.
Das Stadtbad Nauen (www.stadtbad-nauen.de) bietet alles, was man sich an einem entspannten Tag bei schönem Wetter und ohne Arbeit nur wünschen kann. Die Besucher dürfen auf einer 26.000 Quadratmeter großen Liegewiese ihre Handtücher ausbreiten. Die Kinder spielen auf einem Wasserspielplatz oder klettern auf ein 2018 neu gebautes Holzpiratenschiff. Ein Imbiss versorgt die Gäste gern mit kultigen Schwimmbadpommes oder einem gegrillten Würstchen.
Auf die kleinen und großen Wasserratten warten das große Schwimmerbecken, ein Nichtschwimmerbecken und ein Kinderplanschbecken. Im Nichtschwimmerbecken vermittelt eine 40 Meter lange Rutsche einen kurzen Adrenalinkick direkt vor dem Eintauchen ins Wasser.
Doch auch die schönsten Stadtbadzeiten gehen einmal vorbei. Anfang September hat das Stadtbad seine Schwimmbecken für dieses Jahr geschlossen. Für alle Schwimmer heißt es nun: Wir sehen uns nach dem Winter im Frühjahr wieder, wenn die Temperaturen wieder steigen.
Wilhelm Paul Wieland ist der Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft Nauen mbH, die das Stadtbad betreibt, das wiederum der Stadt Nauen gehört: „Unsere Stadtbadleitung, also unsere Frau Jasmin Neubauer, hatte in diesem Jahr die Idee, das Bad nach dem Saisonende noch einmal an einem einzelnen Tag für alle Vierbeiner zu öffnen. Am 13. September haben wir deswegen zum allerersten Nauener Hundeschwimmen eingeladen – zwischen 12 und 18 Uhr. Da man sich für das Hundeschwimmen nicht anmelden musste, wussten wir im Vorfeld gar nicht, wie gut dieser Termin angenommen wird. Wir sind aber sehr zufrieden, es war ein toller Tag für das Bad und auch für die Hunde.“
Tatsächlich warteten bereits kurz vor 12 Uhr die ersten Hunde samt Frauchen und Herrchen vor dem Eingang zum Stadtbad. Die Regeln für den Zutritt waren ganz einfach: Pro Pfote hatten die Besucher einen Euro Eintritt zu berappen. Für jeden Hund waren deswegen vier Euro an der Kasse fällig, die Menschen berappten zwei Euro.
Wilhelm Paul Wieland: „50 Prozent der Einnahmen spenden wir für das Tierwohl. Hier werden wir uns noch eine Organisation aus dem Havelland aussuchen, der das Geld zugute kommt.“
Beim 1. Nauener Hundeschwimmen gab es nur zwei wirkliche Bedingungen. Die Hundebesitzer mussten einen Nachweis über einen Tollwutimpfschutz mitbringen und außerdem aufzeigen, dass sie eine Hundehalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen haben.
Die Gastgeber im Stadtbad Nauen hatten den Hundehaltern im Vorfeld versprochen, dass das Badewasser für die Vierbeiner nicht mehr gechlort ist. Tatsächlich wurde das Nichtschwimmerbecken, das als einziges fürs Toben und Schwimmen freigegeben war, nicht extra für die Hunde neu mit Wasser befüllt. Wilhelm Paul Wieland: „Wir verwenden bei uns in Nauen Chlorgas, das sich mit der Zeit verflüchtigt. Wir haben das Bad am Mittwoch für die Zweibeiner geschlossen und es am Samstag für die Vierbeiner wieder geöffnet. In der Zwischenzeit hat sich das restliche Chlorgas verflüchtigt. Wir haben auch keine weitere Chemie mehr ins Wasser gegeben.“ Das war wichtig, denn die Menschen durften tatsächlich zusammen mit ihren Hunden ins Wasser gehen. Allerdings auf eigene Verantwortung, da das Wasser nun nicht mehr gechlort war.
Das Futterhaus und ein Tierschutzverein hatten Stände vor Ort aufgebaut. Die Hunde ließen sich aber nicht lange an dieser Stelle bändigen. Sie hatten das Wasser bereits erspäht und zerrten an den Leinen, damit Herrchen oder Frauchen nur ja zügig in die richtige Richtung gehen.
Einige Hunde nahmen sofort Anlauf und sprangen mit einem großen Platsch ins Wasser. Andere zögerten und hielten zunächst nur vorsichtig eine Pfote ins Nass. Ein in die Fluten geworfenes Spielzeug oder Stöckchen animierte viele scheue Hunde, doch noch den ersten Hüpfer in die Fluten zu wagen. Mitunter musste aber Frauchen mit ins Wasser, damit der Badespaß endlich beginnen konnte. Bei einer Tiefe bis zu einem Meter 80 gab es genug Abstand zum Boden, dass auch große Hunde ungehemmt schwimmen konnten.
Ganz egal, ob Zeugnis-Fete, Konzert, Oktoberfest oder jetzt das Hundeschwimmen: Das Stadtbad Nauen steht für ausgefallene Aktionen. Wilhelm Paul Wieland: „Wir lassen uns immer wieder etwas Neues einfallen, um unsere Gäste zu unterhalten. Letztes Jahr hatten wir ein echtes Rekordjahr mit über 55.000 Besuchern. Das aktuelle Jahr werten wir gerade aus, aber es gab zu viele Regentage. An das Topergebnis reichen wir nicht mehr heran.“
Ein zufriedener Hundepapa beim 1. Nauener Hundeschwimmen war Sebastian Heindel aus Schönwalde-Glien: „Ich habe meinen Golden Retriever Holli mitgebracht. Sie ist sieben Jahre alt. Wie es für ihre Rasse typisch ist, liebt sie Wasser über alles. Jede Pfütze, jeder Tümpel wird mitgenommen. Holli schwimmt auch sehr gern, bis zu einer Viertelstunde am Stück. Wir haben im Stadtbad viel Spaß gehabt.“
Anne Gempe aus Dallgow-Döberitz war mit ihrem dreijährigen Labrador Kalle mit dabei: „Kalle war zum ersten Mal in einem Schwimmbad mit richtig klarem Wasser. Der hatte richtig Spaß, den haben wir kaum aus dem Becken bekommen.“
Wilhelm Paul Wieland hat bereits versprochen: Das wird im nächsten Jahr wiederholt. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 235 (10/2025).
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