Ein Jahr Falkenseer Hallenbad – 230.000 Besucher feiern mit!
Vor genau einem Jahr hat das Falkenseer Hallenbad erstmals seine Türen geöffnet – seitdem springen die Besucher begeistert in die Fluten, um ein paar Runden im Wasser zu drehen. Über 230.000 Schwimmer nutzten in den vergangenen zwölf Monaten die Angebote vor Ort. Denn neben den Schwimmbecken für Erwachsene und Kinder gibt es auch noch einen Saunabereich, eine Kegelbahn und eine Gastronomie. Vor dem Jubiläum war das Hallenbad im Rahmen einer Revision zwei Wochen lang geschlossen.
Das kam überraschend. Passend zum Ferienanfang war das Falkenseer Hallenbad (www.hallenbad-falkensee.de) vom 28. Juli bis zum 9. August plötzlich geschlossen. Intern stand nämlich die erste Revision an: Alle nötigen Wartungs-, Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten wurden in dieser Zeit durchgeführt, um das Hallenbad wieder in seinen bestmöglichen Zustand zurückzuversetzen. Bürgermeister Heiko Richter: “Die jährliche Revision haben wir extra in die Sommerferien gelegt, weil so das Schulschwimmen nicht beeinträchtigt wird. Außerdem stand den Badegästen in dieser Zeit ja auch das Waldbad in Falkensee zur Verfügung.”
Am Tag vor der Wiedereröffnung lud Heiko Richter zu einem Rundgang durch das frisch aufpolierte Hallenbad ein. Gemeinsam mit Dirk Albrecht (Geschäftsführer der gegefa mbH und der gegefa Bäder GmbH) und Philipp Gall (Geschäftsführer der gegefa mbH) wurde direkt am Schwimmbecken eine erste Bilanz der Hallenbad-Nutzung gezogen.
“Jetzt stehen wir hier, genau ein Jahr nach der Eröffnung – und es war sehr aufregend”, so Bürgermeister Heiko Richter. “Es gab in diesem Jahr die ein oder andere kleine Baustelle, aber wir haben sie hoffentlich alle in den Griff bekommen.”
Ein Blick in die Becken zeigte: Die Nichtschwimmer- und Kinderbecken hatte man vollständig gereinigt, auch das Wasser wurde einmal komplett ausgetauscht. Lediglich das Wasser im großen Schwimmerbecken wies noch einen leichten Grünstich auf. “Hier liegen die Chlor- und pH-Werte noch nicht wieder im Normalbereich”, erklärte Clemens Friedewald als stellvertretender Badleiter. Auch seien die Reinigungsprozesse im Becken noch nicht final abgeschlossen, wie auch der aktive Reinigungsroboter erkennen ließ, der Unterwasser einsam seine Runden drehte.
In den Saunen wurden außerdem die Öfen und Verdampfer gereinigt und im Duschbereich fehlerhafte Fugen erneuert.
Was ist sonst noch neu nach der Revision? Ein Kritikpunkt der Gäste war die nicht optimale Beschilderung – besonders im Umkleide- und Duschbereich. Hier können nun nach Abschluss von Gewährleistungsarbeiten alle Beschriftungen gut sichtbar angebracht werden, um den Badegästen zukünftig den richtigen Weg zu weisen.
Ein Wermutstropfen bleibt die große Rutsche: Auch zum Rundgang gab es noch keine Freigabe für das Rutschvergnügen, erst nach einer erneuten Prüfung ein paar Tage später sollte sie wieder nutzbar sein. Während des ersten Jahres im Hallenbad war die Rutsche erstaunlich oft gesperrt, was oft genug den Unmut der Besucher erweckte. Unverändert auch nach der Revision: Während die Fensterfolierung tagsüber den Blick ins Hallenbad verhindert, verfehlt sie in den dunklen Abendstunden ihre Wirkung und man kann den Badenden von Außen ungehindert beim Planschen zugucken, was manche Badegäste unangebracht finden.
Während das Schwimmen im Hallenbad sofort sehr gut angenommen wurde, stieg die Nutzung der Saunalandschaft erst einige Monate nach der Eröffnung: Viele Gäste wussten gar nicht, dass es sie gibt. Nur acht Prozent der Umsätze entfallen auf die Sauna, während es 48,6 Prozent beim Schwimmbad sind. 14,25 Prozent verdient die Gastronomie.
Dabei lohnt sich ein Besuch der modernen Sauna unbedingt – auch dank naturreiner Saunaöle, die jahreszeitlich abgestimmte Düfte verströmen. Mehrmals täglich finden Aufgüsse mit geübtem Handtuchschwung statt, freitags und samstags gibt es zusätzlich ein Peeling. Besonders beliebt ist in der Sauna der Ruhebereich mit den sogenannten “Expressliegen”: Handtücher, die unbeaufsichtigt Liegen blockieren, werden von den Mitarbeitern entfernt, sodass jeder Gast eine faire Chance auf die begehrten Plätze hat.
Was viele befürchtet haben, trifft leider zu: Die Kegelbahn ist noch kein wirklicher Umsatzbringer. Sie wird aber besonders gern bei Kindergeburtstagen genutzt.
Geschäftsführer Dirk Albrecht blickt trotzdem sehr zufrieden auf das erste Jahr: “Wir haben 230.000 Gäste gezählt – deutlich mehr, als unser Betriebskonzept vorgesehen hat. Zwei Mal mussten wir sogar einen Einlassstopp verhängen, weil mehr Gäste ins Hallenbad drängten, als zulässig ist.”
Schaut man sich die Besucherstruktur an, so waren rund zwei Drittel der Gäste Erwachsene, ein Drittel Kinder. 14.550 Schulkinder nutzten im ersten Jahr das Bad, darunter 10.850 aus Falkenseer Schulen. “Das bestätigt unsere Entscheidung, das Schulschwimmen hier zu bündeln”, so Dirk Albrecht. Sechs Sportvereine trainieren im Hallenbad und veranstalten eigene Wettkämpfe im Bad.
In der Gastronomie gibt es übrigens klare Favoriten: Die Riesencurrywurst mit Pommes ist bei den Besuchern der unangefochtene Renner, dicht gefolgt vom Kids-Menü und den verschiedenen Salatvariationen. Neu auf der Karte sind zwei Burger, die sich schnell etablieren sollten.
Wer gemächlich seine Runden schwimmen möchte, findet an den Wochentagen zwischen 12 und 15 Uhr ein nicht ganz so stark gefülltes Becken vor.
Und wer sich schon immer die Frage gestellt hat: Spät in der Nacht strahlt das Hallenbad hell erleuchtet. Das ist keine Festtagsdekoration, sondern das Zeichen dafür, dass das Reinigungsteam vom Hallenbad noch bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz ist, um für den nächsten Tag wieder alles auf Vordermann zu bringen.
“Nach diesem ersten Jahr können wir sagen: Das Bad ist ein voller Erfolg – und wir arbeiten weiter daran, es noch besser zu machen”, fasst Dirk Albrecht abschließend zusammen. (Text: Sandy Kolbuch,cs / Fotos: Sandy Kolbuch)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 234 (9/2025).
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