Feierliche Eröffnung in Elstal: Grundschule der Grundschule für das Schulzentrum Heinz Sielmann mit eigener Streuobstwiese!
Der erste Jahrgang wird schon so lange in der neu gebauten “Grundschule für das Schulzentrum Heinz Sielmann” in Elstal unterrichtet, dass für diese Schüler im Juli bereits die ersten Zeugnisse ausgegeben wurden. Leider fand sich im Vorfeld einfach nicht die Zeit, um die neue Grundschule angemessen zu eröffnen. Das wurde am 11. Juli nachgeholt – mit einem großen Einweihungsfest. Vor dem Festprogramm bekamen Bürgermeister Holger Schreiber und weitere Gäste eine exklusive Führung durch das bislang größte Hochbauvorhaben der Gemeinde Wustermark.
In ganz Wustermark gab es bislang nur eine einzige Grundschule – gleich auf der anderen Straßenseite schräg gegenüber vom Rathaus. Die Gemeinde wächst allerdings rasant, vor allem im Ortsteil Elstal.
Aus diesem Grund wurde seit Dezember 2022 an einer neuen Grundschule direkt in Elstal gebaut. Sie wurde letztes Jahr vollendet, Ende August 2024 zogen die ersten 75 Erstklässler ein, am Ende des Schuljahres waren es bereits 240 Kinder. Zusammen mit der Oberschule ist im Schulterschluss nun das neue “Schulzentrum Heinz Sielmann” entstanden.
Für die Gemeinde ist die neue Grundschule das bislang größte Hochbauvorhaben. Von der gesamten Optik und der pädagogischen Ausrichtung her ist die “Grundschule für das Schulzentrum Heinz Sielmann” (www.oberschule-elstal.de) aber auch über Wustermark hinaus eine der modernsten Grundschulen in ganz Brandenburg.
Die Grundschule setzt auf das Münchener Lernhausprinzip. Es gibt in der Schule sechs Lernhäuser, die räumlich voneinander getrennt sind, unterschiedliche Farben haben und jeweils andere Paten-Tiere aus der Heinz Sielmann Stiftung als optisches Symbol an den Wänden aufweisen. Zu jedem Lernhaus gehören immer drei Klassenräume, zwei Horträume, ein Differenzierungsraum, ein Teamraum für die Lehrer und Toiletten. Hinzu kommt ein großer Gemeinschaftsraum in der Mitte. In ihrem Schulleben wechseln die Kinder ihr Lernhaus nur ein einziges Mal.
Am 11. Juli wurde die Grundschule in der Maulbeerallee 1 mit etwas Verzögerung nun endlich offiziell eingeweiht – ein unerwarteter Wasserschaden musste zunächst noch für viel Geld beseitigt werden. Erst gab es eine Führung für Bürgermeister Holger Schreiber und an die 80 weitere geladene Gäste, im Anschluss fand auf dem Schulgelände ein großes Fest für alle interessierten Besucher aus der Nachbarschaft statt.
Schulleiter Raiko Bäker: “Das Münchener Lernhausprinzip steht für ein Konzept, das modernen Unterricht, offene Lernräume und ein pädagogisches Miteinander vereint und mit Leben füllt. Es entsteht ein Ort des gemeinsamen Lebens, Lernens und Wachsens. Unser Schulträger hat hier Großes geleistet. Mit enormen Investitionen, Geduld und viel Engagement ist ein Gebäude entstanden, das nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern auch bildungspolitisch zukunftsweisend ist.”
Bürgermeister Holger Schreiber staunte selbst im Rückblick: “Wir haben vor Ort etwa 35.000 Quadratmeter Fläche bebaut oder als Außenanlage neu gestaltet. Das Schulgebäude weist eine Grundfläche von 5.800 Quadratmetern auf. Uns war vor allem eine Hybridkonstruktion mit einer Decken- und Dachkonstruktion aus Holz besonders wichtig. Energetisch haben wir den Effizienz-Hausstandard KfW 55 erreicht. Die Dachflächen sind begrünt und mit einer Photovoltaik-Anlage versehen. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wärmepumpe. Etwas Besonderes sind auch die modernen Außensportanlagen, die auf dem Gelände entstanden sind.”
Für den Bau der Grundschule hat die Gemeinde Wustermark knapp 25 Millionen Euro in die Hand genommen. 4,85 Millionen Euro wurden aus zwei verschiedenen Töpfen gefördert, den Rest der Geldsumme hat die Gemeinde selbst gestemmt.
Auf dem geführten Rundgang gab es für die Besucher viel Neues zu entdecken, das bei vorhergehenden Vor-Ort-Terminen noch kein Thema war. So steht inzwischen auch der schöne Schulgarten, den sich die Grundschule mit der Oberschule teilt.
Auf dem Schulgelände wurde auch eine eigene Streuobstwiese angelegt. Raiko Bäker: “Jede Grundschulklasse hat hier sozusagen ihren eigenen Baum. Wir haben die verschiedensten Obstsorten gepflanzt – und freuen uns darauf, das Obst in den kommenden Jahren gemeinsam zu ernten und zu verwerten. Die Kinder sollen dabei auch für die Pflege der Bäume zuständig sein. In den Sommerferien würden die Hortkinder das Wässern der Bäume übernehmen.”
Stolz ist die Grundschule weiterhin auf ihren Kletter- und Balancierparcours im Schatten eines extra dafür erhalten gebliebenen Eichenwaldes. Raiko Bäker: “Die Eichenbäume stehen hier schon viele Jahrzehnte. Jetzt sorgen sie im Sommer für eine Verschattung für die Kinder und schaffen ein angenehmes Klima, wenn die Schüler unter ihnen spielen.”
Noch vor der Schule ist die 3-Felder-Turnhalle fertiggestellt worden, die nun von der Grundschule und der Oberschule, aber auch von den regionalen Vereinen genutzt werden kann. Raiko Bäker: “Diese Halle lässt keine Wünsche offen und kann über Trennwände leicht in drei Segmente unterteilt werden.”
Im Schulgebäude staunten die Besucher noch über die große Mensa, die auch von Privatpersonen für Feierlichkeiten genutzt werden kann, und über die große Bibliothek mit vielen Büchern und Comics, in die sich die Schüler zurückziehen können, um zu schmökern. (Text/Fotos: CS – Luftbild: Sebastian Kelm)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 233 (8/2025).
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