Geschenke vom Lions Club Osthavelland für die vier besten Abiturientinnen 2025 aus Nauen!
Viele Havelländer haben es geschafft: Sie haben ihr Abitur in der Tasche, die Welt steht ihnen nun offen. In Nauen sind die Mitglieder vom Lions Club Osthavelland der Meinung, dass diese besondere Leistung auch belohnt werden sollte. Am 27. Juni würdigten sie bereits zum 18. Mal die besten Abiturientinnen der vier weiterführenden Schulen in Nauen – und beschenkten sie in einer feierlichen Zeremonie jeweils mit einer Urkunde und einem nagelneuen iPad.
In Nauen gibt es vier weiterführende Schulen, an denen die Schüler Jahr für Jahr das Abitur ablegen können. Die Rede ist hier vom Goethe-Gymnasium, vom Oberstufenzentrum Havelland und von der Gesamtschule sowie dem Gymnasium im Leonardo da Vinci Campus.
In Deutschland wurde in den letzten Jahren viel über eine neu ausgeknobelte Work-Live-Balance, über Teilzeitmodelle und über die 4-Tage-Woche diskutiert. In Nauen wird über den Tellerrand hinweg auch einmal wieder in die entgegengesetzte Richtung geschaut: Wer sich wirklich anstrengt und viel arbeitet, sollte am Ende auch entsprechend belohnt werden.
Seit nunmehr 18 Jahren zeichnet der Lions Club Osthavelland (www.osthavelland.lions.de) deswegen die besten Abiturienten der vier weiterführenden Schulen in Nauen aus. Sie erhalten im Rathaus unter Anwesenheit von Bürgermeister Manuel Meger eine wertige Urkunde, einen Blumenstrauß und ein neues iPad samt Apple-Pencil geschenkt. In diesem Jahr fand die Zeremonie am 27. Juni statt.
Dietmar Jeserich ist der Sekretär im Lions Club: „Die Gelder für die iPads stammen von unserem Förderverein. Das Geld haben wir mit verschiedenen Spendenaktionen eingenommen, man denke da nur einmal an die Nauener Hofweihnacht.“
Claus-Arnim Rohwer ist der Präsident im Lions Club Osthavelland, der 25 Mitglieder hat: „Dass wir in Nauen die besten Schüler auszeichnen, hat bereits Tradition. Wir kümmern uns im Club ansonsten vor allem um Senioren und um Bedürftige. Wir haben aber früh beschlossen, dass wir auch diejenigen fördern und ehren möchten, die einfach sehr gute Leistungen bringen. Nun erleben wir gerade, wie die aktuelle Regierung in Brandenburg den Bildungsbereich zusammenstreicht. Umso wichtiger ist es, dagegenzuhalten und zu sagen: Leistung lohnt sich. Es lohnt sich, in Bildung und gute Noten zu investieren.“
Die Nauener Schulen sind bei der Aktion der Lions mit im Boot – und melden ihre besten Schüler. In diesem Jahr waren es einmal mehr vier junge Frauen, die sich mit den besten Noten ihrer Schule schmücken durften.
Lina Netzel hatte mit Durchschnittsnote 1,1 das beste Abiturzeugnis am Goethe Gymnasium. Amina Osmanovic brillierte mit Note 1,3 am OSZ Nauen. Leni Eva holte sich mit Note 1,0 die Krone an der LDVC Gesamtschule und Eva Hoyer freute sich über eine 1,0 auf dem Abi-Zeugnis am LDVC Gymnasium.
Lina Netzel (17) aus Ketzin, die an ihrer Schule auch noch die beste Note im Fach Mathematik vorweisen kann und ihre mündliche Abiprüfung in Französisch abgelegt hat, möchte nun den Sommer in Paris verbringen, um anschließend in Berlin oder Potsdam Mathematik zu studieren. Anschließend könnte sie es sich vorstellen, in der Forschung zu arbeiten, um den Zahlen weiter auf den Grund zu gehen.
Leni Eva (19), die aus Niedersachsen stammt, im LDVC im Sportinternat lebt, Gitarre spielt und Motorrad fährt, hat erst überlegt, nach der Schule Psychologie zu studieren. Jetzt ist sie aber beim Journalismus als Zielperspektive bei der Berufswahl angekommen: „Ich habe gemerkt, dass ich sprachlich schon immer relativ gut war. Ich hatte auch Deutsch als Leistungskurs in der Schule. Mein Studiengang, für den ich mich einschreiben würde, heißt ‚Journalismus und digitale Kommunikation‘. Eine richtige Mappe mit eigenen Artikeln habe ich zwar noch nicht, aber ich bringe schon ein bisschen Erfahrung mit: Ich habe an zwei Schreibwettbewerben teilgenommen. Was gut dazu passt: Ich lerne in meiner Freizeit gerne Sprachen, zur Zeit sind das Japanisch und Koreanisch.“
Eva Hoyer (19) aus Falkensee hat schon immer ein besonderes Faible für England. Nach der 5. Klasse besuchte sie ein entsprechendes Bildungsprogramm in der Schule, wobei sie bestimmte Fächer wie Politik oder Geografie in englischer Sprache bestreiten musste. Nach der 10. Klasse hat sie ein Auslandsjahr auf der Insel verbracht. Und sie würde nun gern nach England zurückkehren: „Um hier Medizin zu studieren. Die Sprache ist für mich kein Problem, ein Studentenvisum muss man zwar beantragen, das ist aber auch kein Hindernis. In welcher medizinischen Fachrichtung ich einmal arbeiten möchte, weiß ich noch nicht, das muss sich im Studium ergeben. An der Medizin gefallen mir der naturwissenschaftliche Aspekt, die Nähe zur Forschung, aber auch der soziale Kontakt zu den Menschen. Ich habe bereits ein Praktikum in der Anästhesie absolviert und war auch schon bei einigen Operationen mit dabei. Ich weiß nun, dass ich nicht umfallen werde, wenn ich Blut sehe. Ein Doktortitel gehört für mich zum Studium übrigens zwingend mit dazu.“
Bleibt noch die Dallgowerin Amina Osmanovic (20), die bereits einen Arbeitsvertrag bei der Firma Ernst & Young unterschrieben hat, um ein duales Studium in der internationalen Steuerberatung zu absolvieren. Bevor es aber mit dem Studium losgeht, fährt sie in ihre Heimat Bosnien, um dort an einem dreitägigen 110-Kilometer-Friedensmarsch teilzunehmen.
Im Umfeld der Veranstaltung machte der Lions Club auch noch Werbung für den Lions-Jugendaustausch für junge Menschen zwischen 15 und 21 Jahren. Der „Lions youth Exchange“ (www.lions-youthexchange.de) bringt die Teilnehmer in über 30 Länder auf der Welt: Bei intensiven Familienaufenthalten lassen sich Eindrücke aus anderen Kulturen sammeln.
Auch das war Thema: Der Lions Club Falkensee schließt seine Türen und löst sich auf. Lions-Präsident Claus-Arnim Rohwer: „Wir werden den beliebten Lions-Adventskalender der Falkenseer Lions fortführen und sind bereits in der Vorbereitung. Wir werden den neuen Kalender aber nicht nur in Falkensee streuen, sondern ihn im ganzen östlichen Havelland anbieten. Der Kalender wird ab dem 17. Oktober wieder gegen eine Spende von sieben Euro abgegeben. Mit den Einnahmen unterstützen wir u.a. das Präventionsprogramm ‚Klasse 2000‘ an verschiedenen Grundschulen.“ (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 233 (8/2025).
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