Gut Schuss: Die „Schützengilde zu Nauen 1704 e.V.“ lud zum Nauener Schützenfest 2025!
Die „Schützengilde zu Nauen 1704 e.V.“ schaut auf eine lange Tradition zurück: Auf dem Vereinsgelände schießen die Mitglieder mit der Pistole, dem Luftgewehr und dem Kleinkalibergewehr auf Entfernungen bis zu 50 Metern. Am 19. Juli luden die Schützen zu ihrem diesjährigen „Nauener Schützenfest“ ein. Hier konnten sich auch alle interessierten Bürger an der Waffe versuchen. Außerdem wurde das neue Königshaus bekannt gegeben. Für viele Gäste ein Highlight: Die historische Kanone „Renate“ feuerte ohrenbetäubende Salutschüsse ab.
Einmal im Jahr ist Schützenfest auf dem Gelände der „Schützengilde zu Nauen 1704“ (www.schützengilde-zu-nauen.de) in der Ludwig-Jahn-Straße 22.
Zu dem Fest sind alle interessierten Bürger aus der Region eingeladen. Traditionell schicken aber auch die befreundeten Vereine eine Delegation, um vor Ort den „Pokal der Vereine“ auszuschießen und auf die „Ehrenscheibe“ anzulegen. In diesem Jahr waren u.a. Schützenvereine aus Großwudicke, aus Rathenow, aus Friesack und aus Nennhausen mit dabei. Um 13 Uhr kam es zur feierlichen Prozession und zum Einmarsch der Gäste auf das Festgelände.
Dabei trägt jeder Schützenverein und jede Schützengilde eine ganz eigene offizielle „Schützenkleidung“. Zahlreiche Auszeichnungen, Ehrennadeln, Ketten und „Orden“ sind dabei zu sehen. Die so geschmückten Jacketts werden zumindest solange getragen, bis es zur Begrüßung nach einem dreifachen „Gut Schuss!“ ganz offiziell heißt: „Wir machen erst einmal eine Marscherleichterung!“ Dann darf man sich etwas legerer geben.
Rainer Gericke ist der 1. Vorsitzende in der „Schützengilde zu Nauen 1704“. Er erklärt: „Wir haben um die 80 Mitglieder bei uns im Verein. Wir schießen mit der Luftpistole und mit dem Luftgewehr auf 10 Meter, mit der Großkaliberpistole auf 25 Meter und mit dem Kleinkalibergewehr auf 50 Meter. Dafür gibt es auf unserem Gelände verschiedene Schießstände. Eigentlich schießen wir auch mit dem Vorderlader. Hier ist das Interesse aber rückläufig, weil sich kaum noch Schützen finden, die den dafür notwendigen Pulverschein machen möchten.“
Wer glaubt, dass ein Schütze in ihm steckt, darf zu den offiziellen Vereinszeiten gern selbst einen Schuss abfeuern. Das Vereinshaus hat zurzeit Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Noch einfacher war es natürlich, am 19. Juli beim Schützenfest vorbeizuschauen. Denn an dem Tag gab es ausdrücklich auch ein Schießen für alle Bürger ab 14 Jahren – mit anschließender Auszeichnung der besten Schützen. Ein „Bürgerkönig“ wie früher einmal wurde aber nicht ausgeschossen. Helmut Gille, Mitglied im Vorstand und Vorsitzender des Havelländer Schützenbundes: „Beim Nachwuchs sehen wir einen leichten Aufwärtstrend. Auch beim Schützenfest waren einige junge Schützen mit dabei.“
Bei Bier vom Fass, Eintopf aus dem riesigen Topf und Fleisch vom Grill wurde vor Ort ordentlich gefeiert. Dabei wurden viele neue Ehrungen ausgeben, darunter etwa für 35 Jahre Vereinsmitgliedschaft.
Auch das neue Königshaus der „Schützengilde zu Nauen 1704“ wurde bekanntgegeben. Nauens Bürgermeister Manuel Meger, Bürgermeister a.D. Detlef Fleischmann und Landrat Roger Lewandowski hörten zu, als Christian Wachs zum Schützenkönig gratuliert wurde. 1. Ritter ist nun Tobias Kriesel, 2. Dame Gudrun Rühlicke. Jugendkönig ist Lucas Braatz.
Mit lautem Salut wurde passend dazu die historische Kanone „Renate“ mit Kaliber 50 Millimeter abgefeuert. Die für sie verantwortlichen Kanoniere vom Königlich-Preußischen Linien-Fußartillerie-Regiment Nr. 20 gehören seit 20 Jahren zum Verein dazu. (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 233 (8/2025).
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