Radweg zwischen Elstal und Rohrbeck endlich fertig saniert und freigegeben!
Über mehrere Wochen hinweg war die nach Nauen führende Spur der B5 nur eingeschränkt mit dem Auto zu befahren: Sie hatte sich langfristig in eine Baustelle und damit in ein Stau-Nadelöhr verwandelt. Die Bauarbeiter stemmten aber nicht den Asphalt der Straße auf, sondern hatten vielmehr den Radweg im Auge, der parallel zur B5 von Dallgow-Döberitz bis nach Elstal führt. Die Sanierungsarbeiten sind inzwischen abgeschlossen worden. Am 2. Juli gab Infrastrukturminister Detlef Tabbert die Strecke wieder für die Radfahrer frei.
Brandenburg hat es sich zum Ziel gemacht, das Radwegenetz im Land stetig zu erweitern. Beim Ausbau darf es aber nicht nur um neue Verbindungen gehen. Auch die alten Radwege müssen zwingend im Auge behalten werden.
Minister Detlef Tabbert: „Viele Wege sind inzwischen in die Jahre gekommen. Die Witterung und häufig auch die Wurzeln der nebenstehenden Bäume verursachen Schäden an den Radwegen. Deshalb setzen wir als Land auch darauf, bestehende Radwege in Schuss zu halten. Einige der Radwege haben tatsächlich einen erheblichen Sanierungsaufwand.“
Im Zuge dieser Sanierungsarbeiten hat sich das Land auch den Radweg ins Pflichtenheft geschrieben, der zwischen Elstal und Rohrbeck direkt an der B5 entlangführt. Der Radweg wurde durch das sich ausbreitende Wurzelwerk der neben ihn gepflanzten Bäume angehoben und beschädigt. Hinzu kommt, dass der Radweg nach heutigen Ansprüchen deutlich zu schmal gebaut war. Das Regelwerk für moderne Radwege geht inzwischen von einer Breite von mindestens 2,50 Metern aus. Vorher galten noch zwei Meter als völlig ausreichend. Die neue Breite stellt sicher, dass es einfacher ist, dass sich Radfahrer gegeneinander überholen oder ungefährdet kreuzen.
Der Abschnitt vom Radweg, der nun an der B5 erneuert wurde, hat eine Länge von etwa 4,4 Kilometern. Die Arbeiten wurden in zwei Bauabschnitten durchgeführt. Zunächst wurde von Oktober bis Dezember 2024 der Abschnitt vom Outlet-Center Wustermark bis zur Abfahrt Olympisches Dorf erneuert. Von März bis Ende Juni 2025 war der Radweg von der Abfahrt Olympisches Dorf bis zum Dallgower Abzweig nach Rohrbeck an der Reihe. Verbaut wurden während der gesamten Zeit 2,1 Millionen Euro. Die Baukosten hat der Bund getragen. Das Land Brandenburg hat die Planungskosten übernommen.
Der Radweg wurde teilweise komplett neu aufgebaut. Auf einer abschnittsweise neuen Schottertragschicht in Höhe von 30 Zentimetern wurde eine sieben Zentimeter hohe Asphalttragschicht und eine drei Zentimeter hohe Asphaltdeckschicht ausgebracht. Am denkmalgeschützten ehemaligen Fußgängertunnel zum Olympischen Dorf musste eine Sicherung der Böschung mit Hilfe einer Winkelstützwand durchgeführt werden. Eine im Boden eingearbeitete Schutzfolie soll außerdem verhindern, dass es erneut zu Wurzelaufbrüchen kommt. Stellenweise wurden auch die Geländer zur Absturzsicherung entlang der Strecke erneuert.
Bei der feierlichen Eröffnung am 2. Juli gab Minister Detlef Tabbert die sanierte Radstrecke frei: „Ich freue mich, dass diese wichtige Radstrecke jetzt in guter Qualität zur Verfügung steht.“
Einer der ersten Radfahrer, der sich nach der Eröffnung von Elstal aus aufmachte, um den nagelneuen Radweg zu befahren, war Andreas Duus (51) aus Falkensee: „Der neue Radweg ist super. Man fährt sehr schön auf dem neuen Belag, vor allem, wenn es bergab geht. Ich bin sehr dafür, dass wir unsere Radwege erneuern und zugleich das gesamte Radwegenetz ausbauen – für die Radfahrer, für die Umwelt, für die Bürger.“
Sven Richter ist der Bürgermeister von Dallgow-Döberitz. Auch er freute sich über den rundumerneuerten Radweg: „Wir haben nun eine bessere, breitere und komfortablere Verbindung zwischen Wustermark und Dallgow-Döberitz. Der neue Radweg sorgt vielleicht noch ein bisschen mehr dafür, dass man sich gern aufs Rad setzt. Ich bin sehr zufrieden, dass das Projekt jetzt abgeschlossen ist und alles so gut geklappt hat. Ich glaube, der bestehende Radweg ist nach der Sanierung für die Radfahrer noch attraktiver geworden. Das liegt nicht nur am neuen Belag und an der breiteren Spur, sondern auch an den zusätzlichen Bäumen, die entlang der Strecke gepflanzt wurden.“
Auch Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber war bei der Freigabe des Fahrradwegs mit dabei: „Der Radweg zwischen Wustermark und Dallgow-Döberitz wird auch von unseren Schülern gern genutzt, die zum Gymnasium in Dallgow-Döberitz fahren. Insofern ist es gut und wichtig, dass der Radweg vernünftig ausgebaut ist. Hinzu kommt, dass der Radweg auch ein Teil des Europa-Radwegs nach Berlin ist. Entsprechend wird er auch sehr stark frequentiert. An der B5 ist es zwar laut. Aber dafür fährt man jetzt ganz ungefährdet. Vorher war das wegen der Wurzelaufbrüche nicht immer der Fall.“
Die Havelländer dürfen sich freuen, denn mit der Sanierung des Radwegs an der B5 sind die Arbeiten im Sinne der Zweiradfahrer im östlichen Havelland noch längst nicht abgeschlossen.
Sven Richter verriet: „Bei uns in Dallgow-Döberitz geht es nun endlich weiter mit dem Neubau eines Fahrradweges zwischen Falkensee und Dallgow-Döberitz – am Hofladen Falkensee vorbei bis zum Havelpark. Das ist jetzt in der Gemeindevertretung endlich final beschlossen worden. Wir haben auch schon den Startschuss gegeben. Ich glaube, dass diese Strecke für die Bürger sehr, sehr wichtig ist. Vor allem sorgt ein solcher Radweg für mehr Sicherheit an dieser Stelle, weil die Radfahrer dann nicht mehr auf der Straße fahren müssen. Häufig bekomme ich die Kritik überbracht, dass dieser neue Radweg vor allem von den Falkenseern genutzt werden wird, die zum Havelpark fahren wollen. Aber ich denke, er ist auch für die Dallgower wichtig, um nach Falkensee und darüber hinaus auch nach Berlin zu gelangen. Ich persönlich bin froh um jeden neuen Radweg, der gebaut wird und den wir nutzen können.“ (Text/Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 233 (8/2025).
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