Richtfest: Brieselang baut neue Kita für 112 Kinder in der Gottlieb-Daimler-Straße!
Brieselang macht Ernst mit der frühkindlichen Erziehung: Zurzeit entsteht Kita Nummer 9 in der Gottlieb-Daimler-Straße. Bis zu 112 Kinder finden hier einmal einen Platz. Am 30. August ’24 wurde die Grundsteinlegung gefeiert, am 13. Juni ’25 konnte bereits der grüne Richtkranz über dem fertigen Rohbau in die Höhe gezogen werden. Bürgermeisterin Kathrin Neumann-Riedel und viele Gemeindevertreter erhoben ihr Glas auf den auf 6,8 Millionen Euro geschätzten Bau.
Brieselang wächst sehr moderat, aber stetig. Inzwischen hat die Gemeinde im Havelland 13.500 Bewohner. Eins dürfte vor Ort nun sicher sein: Für die Kinder in Brieselang gibt es einen Kita-Platz gleich um die Ecke.
Thomas Lessing ist der Fachbereichsleiter Bürgerservice und darüber hinaus auch verantwortlich für die Kitas im Ort: “In Brieselang haben wir acht Kitas und zwei Schulhorte. Die neue Kita an der Gottlieb-Daimler-Straße wird nun die neunte Kita sein. Damit können wir nun den Familien auf jeden Fall ausreichend Kitaplätze zur Verfügung stellen. Wir werden in diesem Jahr also keine Ablehnung verschicken müssen, wenn sich Eltern um einen Platz bewerben. Tatsächlich könnten wir den Neubau in der Gottlieb-Daimler-Straße sogar noch einmal erweitern, um Platz für 60 weitere Kinder zu schaffen. Das wurde aber gestoppt, weil wir gar nicht den Bedarf haben. Tatsächlich beobachten wir zurzeit eher sinkende Kinderzahlen.”
Die neue Kita sollte zunächst im November des laufenden Jahres final fertiggestellt sein und in Betrieb genommen werden. Inzwischen wurde die Fertigstellung auf das Frühjahr 2026 verschoben. Ärger gab es während des Rohbaus übrigens mit dem Grundwasser – eine Situation, die für viele Brieselanger nicht neu ist.
Die neue Kita entsteht in Massivbauweise – ohne Keller. Der Innenausbau erfolgt in Trockenbauweise. Im Erdgeschoss sollen später bis zu 48 Krippenkinder im Alter bis zu drei Jahren betreut werden, im Obergeschoss die entsprechend älteren Kita-Kinder.
Im Erdgeschoss entstehen unter anderem eine Mensa, eine Küche sowie Büro- und Nebenräume. Im Obergeschoss sind weitere Gruppenräume, ein Bewegungsraum, Erzieher- und Therapieräume vorgesehen. Die Bruttogeschossfläche liegt bei 1.630 Quadratmetern, die Nutzfläche selbst bei 1.330 Quadratmetern.
Im Außenbereich planen die Entwickler der Kita eine Rundbahn zum Toben, Flächen zum Malen mit bunter Kreide, eine Terrasse inklusive verschatteten Sitzgelegenheiten und thematisch voneinander abgegrenzte Spielbereiche. Ausreichend Platz ist vorhanden: 2.650 Quadratmeter ist das Grundstück groß. Stellplätze für Erzieher und Eltern werden auf dem angrenzenden gemeindeeigenen Grundstück errichtet.
Bis zu 112 Kinder werden einmal Freude mit und in der Einrichtung haben, die in Eigenregie der Gemeinde entsteht und später auch von ihr als Träger betrieben wird. Die Bauverwaltung der Gemeinde gibt die Gesamtbaukosten inklusive der Planung mit etwa 6,8 Millionen Euro an.
Angestrebt wird vor Ort ein möglichst klimaneutraler Betrieb. Zu diesem Zweck wird eine Wärmepumpe installiert, die Wärme über zehn tiefe Erdbohrungen bezieht. Hinzu kommt eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Lüftungsanlagen in allen Aufenthaltsräumen erhöhen den Komfort. Laut Bauverwaltung wird die Kita nach der offiziellen Eröffnung das modernste Gebäude in ganz Brieselang sein.
Bürgermeisterin Kathrin Neumann-Riedel freute sich über die neue Kita: “Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir gezielt in die frühkindliche Bildung investieren – und damit in die Zukunft unserer Kinder und Familien. Kinder entwickeln hier soziale und emotionale Kompetenzen, aber auch körperliche Fähigkeiten – begleitet von qualifizierten Fachkräften, die mit viel Engagement arbeiten. Hier wird ein ganz wichtiger Grundstein gelegt für die weitere Entwicklung unserer Kinder in der Gemeinde.” Die Richtkrone sei daher “nicht nur ein Symbol für den Baufortschritt, sondern auch ein starkes Signal für die Zukunft.”
Mike Jerichow, Vorsitzender der Gemeindevertretung in Brieselang, bezeichnete den Tag des Richtfestes als symbolisch bedeutsam. Frühkindliche Bildung sei für ihn das Fundament der Gesellschaft: “Wir schaffen Raum für Kinder, für Familien, für die Zukunft.” Eine Kita sei nicht einfach nur ein Gebäude, sondern ein Ort der Zugehörigkeit – ein Raum, in dem Kinder ankommen, wachsen und ihre Stimme erheben könnten. “Denn am Ende geht es um genau das: Um Kinder, die gesehen werden. Die wachsen. Die stark werden fürs Leben.”
Als symbolischer Akt wurde am 13. Juni die Richtkrone über den Rohbau gehoben – und das bei schönstem Wetter. Kinder der benachbarten Kita “Birkenwichtel” sorgten mit dem Lied “Wer will fleißige Handwerker sehen” für einen musikalischen Beitrag. Auch die künftige Leiterin der neuen Einrichtung, Simone Dekarz, war mit vor Ort. Sie hatte mit den Kindern verschiedene Lieder einstudiert.
Eine neue Kita entsteht. Die Grundsteinlegung wird gefeiert, das Richtfest wird gefeiert. Dabei wurde aber nie der Name der Kita genannt. Er muss in dennächsten Monaten noch gefunden werden. (Text: CS/pr / Fotos: CS)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 232 (7/2025).
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