Heiz den Grill an: Außergewöhnliche Angebote in der Fleischerei Gädecke!
Während es in vielen Orten und Landstrichen schon keine richtige Fleischerei mehr gibt, sorgt die „Fleischerei Gädecke“ in Falkensee weiterhin zuverlässig dafür, dass in der Gartenstadt etwas Ordentliches auf den Grill kommt. Wir sprachen mit Fleischermeister Sven Gädecke über hausgemachte Marinaden, neue und alte Wurstrezepte, gewolfte Burger-Pattys, ungewöhnliche Fleischzuschnitte und über die Notwendigkeit, stets den Wetterbericht im Auge zu behalten. (ANZEIGE)
Besucher aus Berlin staunen schon einmal beim Falkenseer Grillabend: Ja, das schmeckt aber lecker, wo habt ihr das Grillgut denn her?
Das holen wir bei unserem Fleischer des Vertrauens, bei der „Fleischerei Gädecke“. Hier bekommt man in der Grillsaison ein umfangreiches Angebot an vor Ort selbst veredelten Leckereien. Da gibt es etwa das Nackensteak mit Paprika-Kräuter-Marinade, die frischen Lammkoteletts, die vorgegarten Spare Ribs, den Knusperspieß mit feinen Bauchröllchen und Zwiebeln, den Schaschlik mit Schweineleber oder den Hackfleischspieß mit Kräuterwürzung. Auch ein mariniertes Hüftsteak oder das Hühnchenfilet in Paprikamarinade kommen gern auf die Einkaufsliste der zahlreichen Stammkunden.
Sven Gädecke: „Wir machen uns viele Gedanken darüber, was wir unseren Kunden anbieten könnten. Dabei erfinden wir auch immer neue Kreationen. Das sieht man auch im Grillwurstbereich. Vor Jahren haben wir unsere klassische und mit thüringischem Majoran angemachte Rostbratwurst um unseren Käsegriller ergänzt. In diese Wurst kommt neben Käse auch Spinat. Als wir die Wurst erstmals ins Programm aufgenommen haben, lag sie wie Zement in der Auslage. Da hieß sie nämlich noch Käse-Spinat-Griller. Dann haben wir das Wort ‚Spinat‘ aus dem Namen genommen. Als Käsegriller ist die Wurst seitdem ein absoluter Renner. Ganz neu haben wir eine Botifarra im Angebot, das ist eine katalanische Wurstspezialität. Da bekommen wir alle zwei Wochen Fleisch aus Spanien, sodass wir die Botifarra authentisch zubereiten können. Hinzu kommt eine italienisch inspirierte Salsiccia-Wurst mit Fenchel, die macht sich auch sehr gut auf dem Grill.“
Viele Stammkunden wissen am Tresen schon genau, was sie haben wollen, andere lassen sich von der Auslage inspirieren – oder bitten um einen Tipp. Sven Gädecke: „Wichtig ist: Haben wir erst einmal eine Rezeptur für unsere Wurst oder unsere Marinaden gefunden, so dürfen wir sie eigentlich nicht mehr verändern. Das merken unsere Stammkunden sofort – und sprechen das auch an. Wir arbeiten aber trotzdem gern an neuen Würzmischungen und Marinaden. Gerade experimentieren wir mit neuen Rezepten, da kommen Hibiskus und Apfel zum Einsatz. Die verschiedenen Zutaten sind manchmal gar nicht so einfach zu verarbeiten. Vor der Saison machen wir auch immer eine Verkostung mit dem ganzen Team, damit wirklich jeder weiß, was wir da alles im Angebot haben.“
Neben dem Geschmack muss auch die Fleischqualität stimmen. Sven Gädecke: „Wir achten bei unserem Fleisch erst auf die Qualität und dann erst auf den Preis. Wir bekommen unser Fleisch von guten konventionell geführten Betrieben, die wirklich ordentlich mit ihren Tieren umgehen. Hähnchen beziehen wir von Kikok und Borgmeier, Schwein von Landjuwel. Hinzu kommen beim Rindfleisch französisches Charolais-Rind und schlesisches Färsenfleisch.“
Längst geht es den Grillfreunden nicht mehr primär darum, einfach nur viel Fleisch auf den Rost zu bekommen. Immer häufiger haben die Kunden auch den optimalen Geschmack im Hinterkopf, so Sven Gädecke: „Wir haben inzwischen viele Kunden, die gerade beim Rindfleisch sagen, dass sie es am liebsten pur und ohne Marinade einkaufen, um es genau so auf den Grill zu legen. Das lohnt sich etwa bei einem schönen Färsenkotelett, um den reinen Geschmack zu erhalten. Manche Kunden fragen auch schon einmal nach einem ungewöhnlichen Fleischschnitt. Das Flanksteak ist etwa ein mageres, sehr aromatisches Steak mit langer Faser aus dem Bauchmuskel des Rindes, das sich bei Grillfreunden zunehmender Beliebtheit erfreut. Wir Fleischer freuen uns auch, wenn ein Kunde einmal nach einem ungewöhnlichen Cut fragt, etwa nach einem Skirt Steak oder einem Hanging Tender Steak. Letztens wollte ein Kunde einen sogenannten Boston Butt haben. Das ist ein Schnitt aus der Schweineschulter, der den oberen Teil der Schulter mit einem Teil des Schweinenackens kombiniert. Der Boston Butt ist auf BBQ-Wettbewerben sehr gefragt, wird aber auch gern zur Zubereitung von Pulled Pork verwendet.“
Insbesondere die Spieße, die Würste und die marinierten Fleischstücke werden so vorbereitet, dass sie auch zügig abverkauft werden müssen. Wie berechnet man da eigentlich die Menge, die dem Kunden in der Auslage angeboten wird?
Sven Gädecke: „Das ist tatsächlich eine Wissenschaft für sich. Wir schauen bereits bei der Bestellung unserer Fleischwaren auf den Wetterbericht und behalten ihn für die kommenden zehn Tage im Auge. Wenn ein kaltes und regnerisches Wochenende vorausgesagt wird, produzieren wir eben weniger. Soll es heiß, sonnig und trocken werden, wissen wir, dass die Kunden Schlange stehen. Viele Falkenseer haben einen eigenen Garten – und nutzen gern jede Gelegenheit dazu, den Grill anzuwerfen. Außerdem haben wir Feiertage wie den Vatertag im Blick. Viele nehmen sich dann gern auch noch einen Brückentag – und planen ein großes Grillevent.“
Viele Grillfreunde lieben es inzwischen auch, ihren Gästen einen saftigen Burger anzubieten. Was viele nicht wissen: Auch dafür lässt sich das Fleisch in der „Fleischerei Gädecke“ bestellen.
Sven Gädecke: „Wenn man hochwertiges Fleisch verwendet, kann man es auch etwas grober durch den Wolf drehen als das klassische Hackfleisch, das sonst über den Tresen geht. Das sorgt für einen ganz anderen Geschmack. Wir können dem Kunden das Fleisch für den Burger einfach nur gewolft mitgeben. Wir können aber auch schon einen Patty ausformen. Und noch besser: Wir können die Pattys vorgaren, sodass sie innen noch etwas rosa sind. Dann müssen sie nur noch ganz kurz auf den Grill – und fertig ist der Burger.“
Wir staunen immer, dass beim Knusperspieß mit feinen Bauchröllchen und Zwiebeln das Paprikapulver erst beim Einpacken für den Kunden hinzugefügt wird. Sven Gädecke: „Das hat einen ganz pragmatischen Grund. Hier kommt ein Würzsalz zum Einsatz. Und Salz zieht Wasser aus dem Fleisch. Würden wir das Salz zu früh zu den Spießen geben, würden sie aussaften.“ (Text/Fotos: CS)
Info: Fleischerei Gädecke, Nauener Straße 96, 14612 Falkensee, Tel.: 03322-420200, www.partyfalkensee.de
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 231 (6/2025).
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