Rikscha fahren: DRK-Pflegeteam in Falkensee wird ab sofort mobil!
Die Senioren aus dem DRK-Tagestreff in der Falkenseer Freimuthstraße 40 freuen sich: Sie können ab sofort in einer Rikscha auf Sightseeing durch den Ort fahren und sich dabei von einer DRK-Mitarbeiterin kutschieren lassen. Das DRK-Pflegeteam in Falkensee konnte die mit einem E-Motor ausgestattete Rikscha dank einer besonderen Fördermaßnahme anschaffen. Die erste Fahrt fand am 29. Juni statt.
Beim DRK-Tagestreff gleich schräg gegenüber vom Falkenseer Rathaus handelt es sich um eine klassische Tagespflege. Bis zu zwölf meist schon ältere Gäste werden von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr stunden- oder tageweise betreut, um die Zuhause mit der Pflege beauftragten Familienangehörigen zu entlasten. Vor Ort warten jeden Tag viele Aktivitäten auf die Senioren, auch gibt es immer verschiedene kreative Freizeitangebote. Es wird gespielt, getanzt, gesungen, zusammen gekocht oder gemeinsam Zeitung gelesen. Auch Spaziergänge stehen an.
Das DRK unterhält in Falkensee auch einen ambulanten Pflegedienst, der allerdings in der Finkenkruger Straße 90 untergebracht ist.
Für beide Zielgruppen steht nun das Angebot bereit, eine Fahrt mit der neu angeschafften Rikscha zu unternehmen – zum Arzt, zum Einkaufen, zur Apotheke oder einfach zum Entschleunigen in die Natur. Das mobile Angebot ist für den ambulanten Pflegedienst und die Gäste des DRK-Tagestreffs völlig kostenfrei. Entsprechende Fahrten sollen ab sofort regelmäßig stattfinden.
Möglich gemacht hat die Anschaffung der Rikscha im Grunde genommen Nadine Drillich (40) aus dem DRK-Pflegeteam. Sie hat vorher in den Fliedner Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Falkensee gearbeitet. Hier hat sie sich so gut entwickelt, dass sie für das DRK-Pflegeteam in Falkensee gewonnen werden konnte.
Die Pflegedienstleitung Britta Schade-Koch (59) erklärt: „Durch ihre Inklusion haben wir als DRK eine finanzielle Förderung vom Integrationsamt Falkensee für die Anschaffung der Fahrradrikscha erhalten. Nadine ist jetzt seit über zwei Jahren bei uns in der ambulanten Pflege in der Hauswirtschaft tätig. Sie hat sich seitdem toll entwickelt. Am Anfang war sie noch ganz schüchtern und zurückhaltend, aber mittlerweile kommt sie immer mehr aus sich heraus. Das ist sehr schön zu sehen.“
Die Rikscha wurde Ende April, Anfang Mai angeschafft, die Premierenfahrt fand aber erst am 29. Juni in der Freimuthstraße 40 statt.
Die Rikscha, die nun vor Ort zum Einsatz kommt, hat Platz für zwei Personen. Sie ist nicht nur mit den Pedalen zum Strampeln ausgestattet, sondern hat auch einen Elektroantrieb. So ist es für den Fahrer der Rikscha deutlich einfacher, gleich zwei Personen zu transportieren.
Einen Namen hat sich Nadine Drillich, die zukünftig als Fahrerin agieren wird, für die Rikscha auch schon überlegt: „Pippilotta“ wird das Gefährt ab sofort heißen.
Gern kann man sich das Rotkreuz-Fahrradtaxi auch als „Externer“ einmal ausleihen. Eine Anmeldung ist per Telefon (03322-424210) möglich. (Text: Patrick Hückstädt & Carsten Scheibe / Fotos: PH)
Dieser Artikel stammt aus „Unser Havelland“ Ausgabe 209 (8/2023).
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